Noch gar nicht lange ist es her (Vorstellung) da haben wir euch die Montesa 4RIDE vorgestellt und nun nach knapp einem Monat haben wir dieses besondere Offroad-Konzept von Honda testen dürfen. Wir haben dazu Daniel Hänel in die Spur geschickt und wollten es genau wissen, was nun so besonders an der 4RIDE ist.

Es gab schon einmal ein vergleichbares Modell von Montesa im Jahr 1991 mit dem Namen „Cota Evasion 310“. Nun wurde das Konzept wieder auf gegriffen um speziell in Spanien der Kundschaft gerecht zu werden. Dort wurde das Trailen im Gelände verboten, aber gegen ein „Trailwandern“ ála 4RIDEN hatte man nichts einzuwenden. Das Konzept des neuen Modells kommt bereits im Namen zum Ausdruck: 4RIDE. Die „4“ erinnert an das Herzstück der Montesa Modelle, den Viertaktmotor. Die englische Bezeichnung spielt zudem mit der Doppeldeutigkeit von 4 – als „for“ ausgesprochen spielt es auf die Verwendung des Bikes an und bedeutet „zum Fahren“. Schließlich hat Montesa mit der 4RIDE ein Bike entwickelt, das sich von zuhause, über die Straße bis hin zur bevorzugten Bergstrecke fahren lässt. „4“ ist auch die Zahl der Ziele, denen sich die 4RIDE verschrieben hat: Abenteuer, Fun, Freiheit und Vielseitigkeit – also ein Motorrad, das einen überallhin begleitet.

Test Montesa 4RIDE – Fahrbericht von Daniel Hänel

Als ich die Montesa 4RIDE das erste mal sah und eine Sitzprobe machte, waren gleich die Wurzeln eines Trailbikes zu spüren. Als Basis wurde ja auch die erfolgreiche Montesa Cota 4RT260 genommen. Als wesentliche Änderung zum Trailbike wäre zu erwähnen dass dem Fahrwerk mehr Federweg spendiert wurde, das Getriebe verlängert, eine Sitzbank drauf gebaut wurde und der Tank jetzt mehr Sprit fast. Nach diesen Fakten war ich schon ganz gespannt wie sich so ein Motorrad fahren lässt. Wir sind die homologierte Variante gefahren, die mit 8 PS ausgeliefert wird. Klingt erst mal wenig, aber mich hat überrascht was man damit machen kann. Der Motor entwickelt ein enormes Drehmoment wodurch man reine Trailsektionen locker meistern kann. Aber durch das längere Getriebe sich auch Überlandtouren auf Straße oder im Gelände kein Problem. Bei 95 km/h war zwar Schluss, aber das könnte man ja durch eine andere Übersetzung schnell ändern. Mit der Montesa 4Ride kann man fast jedes Hindernis oder jeden Berg bewältigen was natürlich dem traillastigen Fahrwerk zu verdanken ist. Für schnelle Passagen und auf Wegen hat es nach meinem Geschmack etwas zu wenig Zugstufe, aber für das gröbere Gelände ist es optimal. Speziell Bergab- Sektion sind größere Bremsen als beim Trailbike verbaut, welche die 4RIDE echt gut verzögern. Die Vorderradbremse ist etwas bissig, was sicherlich aber gewöhnungsbedürftig ist. Man hat auch eine angenehme Sitzposition auf der schmal gehaltenen Montesa was sie natürlich auch durch das geringe Gesamtgewicht von 85 kg total handlich macht. Schade das es keine Zündschloss gibt um das Motorrad dementsprechend zu sichern. Etwas störend empfand ich die Schalthebel-Position, welche nicht ohne den Fuß von der Raste zu nehmen zu erreichen ist. Aber dafür gibt es schon ein Umrüstkit laut Montesa.

Fazit
Wenn man ein Motorrad für Trailexkursion oder um kleine Wege zu erledigen sucht ist, dann ist man mit der Montesa 4Ride perfekt bedient. Mir hat sie ein dickes krinsen ins Gesicht gezaubert und ich habe die Testfahrt ausgiebig genossen.

Preis
UVP inkl. Überführung 7.825,- €*
*Unverbindliche Preisempfehlung von Honda Deutschland, inkl. 19% MwSt. Den Endpreis einschließlich aller Nebenkosten erfahren Sie bei Ihrem Honda Vertragspartner.

Testfahrer / Text: Daniel Hänel