schiffer

Schwieriges Wochenende in Reutlingen

Beim zweiten Lauf zur ADAC MX Masters Serie in Reutlingen hatten die
Suzuki-Piloten mit äußerst widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen.
Starke Regenfälle verwandelten den lehmigen Boden auf dem 1,8 Kilometer
langen Rundkurs des RMC Reutlingen in eine spiegelglatte Rutschbahn aus
Schlamm und Wasser. Mensch und Material wurden auf eine harte Probe
gestellt, und nur wenige Piloten überstanden die Renndistanz ohne Sturz.
Auch Masters-Champion Marcus Schiffer (Suzuki Waldmann, Foto oben))
musste den schwierigen Bedingungen Tribut zollen. Der Frechener konnte
mit zwei soliden Ergebnissen jedoch zumindest Schadensbegrenzung
betreiben und wertvolle Meisterschaftspunkte sammeln.

Schiffer beendete den ersten Lauf nach einem sehenswerten Zweikampf
mit seinem Markenkollegen Jeremy Seewer auf Rang acht. Im zweiten
Durchgang, der nach neun Runden aufgrund der immer schlechter werdenden
Bedingungen abgebrochen wurde, belegte Schiffer Rang neun.
Marcus Schiffer:
„Das Rennen war bei diesen Bedingungen eine Art Glücksspiel. Der Start
war ausschlaggebend, denn das Überholen war auf der schlammigen Piste
nahezu unmöglich. Noch dazu hatte ich in den letzten Tagen wieder
ziemlich starke Probleme mit meiner Armverletzung. Ich kann immer noch
nicht ohne Schmerzmittel fahren. Das sind natürlich keine optimalen
Voraussetzungen für so ein schwieriges Rennen. Wenigstens habe ich in
beiden Rennen Punkte sammeln können, das ist sehr wichtig für die
Gesamtwertung.“

Jeremy Seewer vom Rockstar Energy Suzuki Europe Team lieferte im ersten
Wertungslauf eine tolle Leistung ab. Der Masters-Rookie kämpfte große
Teile des Rennens über mit Marcus Schiffer und konnte sich am Ende gegen
seinen Markenkollegen durchsetzen. In Rennen zwei wurde der 18-Jährige
jedoch, wie so viele andere Fahrer auch, vom Sturzpech heimgesucht.
Der Schweizer hatte sich nach einem schwachen Start schon wieder in
die Punkteränge nach vorne gekämpft, als er erneut zu Boden musste
und das Rennen nicht beenden konnte.
Jeremy Seewer:
„Beim ersten Start bin ich mit meiner Suzuki RM-Z250 trotz der starken
Konkurrenz auf den 450 ccm-Motorrädern sehr gut weggekommen. Die Bedingungen
waren wirklich schwierig, der starke Regen während des Rennens hat der
Strecke dann den Rest gegeben. Trotzdem hat mir der Zweikampf mit Marcus
Schiffer gut gefallen, das hat richtig Spaß gemacht. Schade, dass ich im
zweiten Durchgang nicht ins Ziel gekommen bin.“

Nicolai Hansen (Team AC MoTeC – MG Sport by STC) schrammte auf Rang elf
der Tageswertung (Plätze 25 und sechs) nur ganz knapp an den Top Ten vorbei.
Bester Suzuki-Pilot im ADAC MX Youngster Cup wurde Tim Koch (BRC Johannes-
Bikes Suzuki).
Der Deutsche kämpfte sich tapfer durch den Schlamm und wurde mit den Rängen
acht und 20 für seine Anstrengungen belohnt.
Mathias Gryning vom Team Silent Sport Suzuki kam im ersten Durchgang nicht
ins Ziel, der Däne punktete jedoch in Lauf zwei auf dem elften Rang.

Jorge Zaragoza setzte ein echtes Glanzlicht, als er im ersten Rennen des
ADAC MX Youngster Cup lange Zeit auf dem zweiten Platz kämpfte. Der junge
Spanier in Diensten der Rockstar Energy Suzuki Europe Mannschaft konnte
jedoch dem Druck noch nicht ganz standhalten und büßte durch einen Sturz
mehrere Plätze ein. Im zweiten Rennen hatte der 16-Jährige großes Pech
und wurde schon auf der Startgeraden bei einer Kollision eingebremst.
Wenig später musste die Nachwuchs-Hoffnung chancenlos aufgeben.
Brian Hsu lieferte trotz der schwierigen Bedingungen einen tapferen Auftritt.
Der 15-Jährige, der diese Saison zum ersten Mal im Youngster Cup startet,
kämpfte sich im Last Chance Rennen am Samstag mit viel Einsatz nach vorne,
schaffte aufgrund eines Sturzes jedoch nicht den Sprung ins Hauptprogramm.

3. Lauf zur MX-Europameisterschaft 85 ccm Gruppe Südwest in Brezice/SLO
Erfreuliche Nachrichten gibt es vom dritten Rennen der Motocross
Europameisterschaft 85 ccm in der Klasse Südwest zu berichten. Gianluca
Facchetti, der für das Rockstar Energy Suzuki Europe Team startet,
konnte beide Rennen in Brezice/Slowenien gewinnen. Der Italiener
baute damit seinen Vorsprung in der Serie auf komfortable 33 Punkte aus.

PR: Suzuki Motorrad