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EnduroGP Finnland: Jeremy Sydow stürmt aufs Podium – Luca Fischeder stark in den TOP 6

EnduroGP Finnland

Beim dritten Lauf zur FIM EnduroGP Weltmeisterschaft im finnischen Vierumäki gab es aus deutscher Sicht jede Menge Grund zum Jubeln. Vor allem Jeremy Sydow (IG) sorgte mit einer starken Aufholjagd am zweiten Fahrtag für ein echtes Ausrufezeichen. Nach einem bitteren Ausfall am Samstag kämpfte sich der Triumph-Pilot eindrucksvoll zurück und stand am Sonntag als Dritter der E1-Klasse auf dem Podium. Auch Luca Fischeder zeigte in Finnland eine starke Leistung und mischte mehrfach in den Spitzenzeiten der EnduroGP-Wertung mit.

Die sandigen Prüfungen im Salpausselkä UNESCO Global Geopark verlangten den Fahrern alles ab. Tiefe Spurrillen, ausgefahrene Sonderprüfungen und körperlich extrem anspruchsvolle Bedingungen machten das Wochenende zu einer echten Material- und Konditionsschlacht.

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Jeremy Sydow mit starkem Comeback nach technischem Defekt

Für Jeremy Sydow begann das Wochenende eigentlich vielversprechend. Der Triumph-Werksfahrer konnte bereits am ersten Renntag in einzelnen Sonderprüfungen Zeiten unter den TOP 4 der gesamten EnduroGP-Wertung setzen. Damit zeigte der Deutsche eindrucksvoll, dass er nach seiner Verletzungspause wieder zurück in absoluter Topform ist.

Doch dann der Rückschlag: In der sechsten Sonderprüfung stoppte ein technischer Defekt seine starke Fahrt abrupt. Der Samstag endete für Sydow mit einem bitteren DNF.

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Am Sonntag schlug der Deutsche jedoch eindrucksvoll zurück. Von Beginn an fühlte sich Sydow auf seiner Triumph wohl und konnte sich konstant im Spitzenfeld behaupten. Besonders beeindruckend: In einer Sonderprüfung setzte er sogar eine Zeit unter den TOP 3 der kompletten EnduroGP-Wertung – also klassenübergreifend gegen die absolute Weltelite.

Am Ende wurde seine starke Leistung mit Platz 3 in der E1-Klasse belohnt. Zusätzlich fuhr er auf einen starken siebten Gesamtrang in der EnduroGP-Wertung.

„Es fühlt sich großartig an, endlich wieder auf dem Podium zu stehen – besonders nach dem schwierigen Saisonstart mit meiner Verletzung und dem Ausfall gestern. Ich habe mich am Samstag wirklich gut auf dem Motorrad gefühlt, deshalb war es natürlich frustrierend, dass der Tag so geendet hat. Aber so ist Motorsport manchmal. Heute hat einfach alles viel besser zusammengepasst. Ich habe mich von Beginn an wohl auf dem Bike gefühlt, nur sehr wenige Fehler gemacht und insgesamt ein richtig starkes Rennen gefahren. Platz drei in der Klasse und Rang sieben in der Gesamtwertung sind ein tolles Ergebnis. Das Motorrad hat den ganzen Tag perfekt funktioniert. Jetzt sind wir wieder auf dem richtigen Weg und ich freue mich darauf, diesen Schwung mit nach Portugal zu nehmen.
– Jeremy Sydow

Mit diesem Ergebnis setzt Sydow ein klares Zeichen Richtung Portugal. Nach schwierigem Saisonstart scheint der Knoten endgültig geplatzt zu sein.

Luca Fischeder überzeugt mit starken Sonderprüfungen

Auch Luca Fischeder zeigte beim Finnland-GP eine beeindruckende Performance. Besonders beim Supertest sorgte der Sherco-Pilot für Aufsehen und fuhr auf Rang 6 der gesamten EnduroGP-Wertung.

In der stark besetzten E3-Klasse kämpfte sich Fischeder an beiden Tagen solide durch die extrem anspruchsvollen Prüfungen. Am Samstag belegte er Rang 9, bevor er sich am Sonntag nochmals steigern konnte und auf einen starken sechsten Platz fuhr.

Gerade auf dem tiefen finnischen Boden zeigte der Sherco-Fahrer eine sehr konstante Leistung und bewies einmal mehr, dass er im internationalen Feld absolut konkurrenzfähig ist.

Leon Thoms kämpft sich in die TOP 20

Auch Leon Thoms sammelte in Finnland wichtige Erfahrungen in der Junioren2-Wertung. Der Triumph-Pilot hielt sich an beiden Tagen innerhalb der TOP 20 und zeigte eine solide Leistung.

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Am ersten Fahrtag landete Thoms auf Rang 19, am Sonntag konnte er sich nochmals steigern und belegte Platz 16.

Gerade in der stark umkämpften Juniorenklasse sind solche konstanten Ergebnisse enorm wichtig, um sich international weiterzuentwickeln.

Verona und Garcia liefern sich packendes KTM-Duell

An der Spitze der EnduroGP-Wertung lieferten sich die beiden KTM-Stars Andrea Verona und Josep Garcia ein spektakuläres Duell.

Am Samstag sicherte sich Verona seinen ersten EnduroGP-Gesamtsieg der Saison und gleichzeitig den ersten Gesamterfolg für KTM. Der Italiener setzte sich nach einem dramatischen Finale mit nur 0,85 Sekunden Vorsprung gegen Garcia durch.

Am Sonntag revanchierte sich Garcia allerdings und holte sich seinerseits den Gesamtsieg. Wieder war es ein echter Sekundenkrimi: Diesmal gewann der Spanier mit lediglich 1,31 Sekunden Vorsprung vor Verona.

Holcombe dominiert die E3-Klasse

In der Enduro3-Kategorie war Steve Holcombe der Mann des Wochenendes. Der Sherco-Werksfahrer gewann die Klasse an beiden Tagen und feierte damit seinen zweiten Saisonsieg in Finnland.

EnduroGP geht weiter nach Portugal

Nach dem spektakulären Finnland-GP reist die EnduroGP-Weltmeisterschaft nun weiter nach Portugal. Dort stehen gleich zwei Rennwochenenden in Fafe auf dem Programm.

Für die deutschen Fahrer dürfte besonders Jeremy Sydow mit ordentlich Rückenwind anreisen. Nach dem Podium in Finnland scheint der Triumph-Pilot endgültig wieder auf Kurs zu sein.

Ergebnisse der deutschen Fahrer

Tag 1

  • Jeremy Sydow (Triumph) – DNF nach technischem Defekt
  • Luca Fischeder (Sherco) – Platz 9 E3
  • Leon Thoms (Triumph) – Platz 19 Junior 2

Tag 2

  • Jeremy Sydow (Triumph) – Platz 3 E1 / Platz 7 EnduroGP
  • Luca Fischeder (Sherco) – Platz 6 E3
  • Leon Thoms (Triumph) – Platz 16 Junior 2

Alle Ergebnisse gibt es auf der offiziellen Webseite (LINK).

Nächste EnduroGP Termine 2026

  • Portugal I – Fafe – 12.-14. Juni
  • Portugal II – Fafe – 19.-21. Juni
  • Frankreich – Saint-Agrève – 17.-19. Juli
  • Wales – Rhayader – 7.-9. August

Quelle: EnduroGP, Triumph

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