Felix Melnikoff arbeitet sich nach seiner Verletzung Rennen für Rennen zurück. Enduro-EM in Ungarn, MX-Spektakel in Wriezen und Deutsche Enduro-Meisterschaft in Meltewitz: Die letzten Wochen waren vollgepackt mit Rennaction, Hitze, Staub, starken Ergebnissen und jeder Menge Benzin im Blut.
Nach den ersten Rennen der Saison war für Felix Melnikoff (IG) klar: Es geht Schritt für Schritt zurück. Zurück zum Speed, zurück zum Gefühl, zurück in den Rhythmus. Genau darum ging es in den vergangenen Wochen – und es ist einiges passiert.
Erst stand sein erster Lauf zur Enduro-Europameisterschaft in Ungarn auf dem Programm, danach ging es zum Motocross-Highlight nach Wriezen und anschließend direkt weiter zur Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft nach Meltewitz. Also volles Programm, viele Renntage, viel Staub, viel Hitze – und vor allem endlich wieder dieses Gefühl, dass es richtig vorwärtsgeht.
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Härtetest in Ungarn: Felix Melnikoff bei der Enduro-Europameisterschaft


Für Felix ging es zum ersten Lauf der Enduro-Europameisterschaft nach Ungarn. Gefahren wurde dort klassisch über zwei Renntage, also Samstag und Sonntag. Nach seiner Verletzung war dieser EM-Einsatz ein wichtiger Gradmesser. Es ging nicht nur um Platzierungen, sondern vor allem darum, wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, wo er international steht und wie schnell er wieder in den echten Rennmodus findet.
Gerade nach einer Verletzung ist so ein Wochenende nicht einfach nur ein weiterer Termin im Kalender. Es geht um Vertrauen, Rhythmus, Körperspannung, Timing und darum, sich wieder an Renntempo, Druck und Belastung zu gewöhnen. Genau deshalb war Ungarn für Felix ein echter Härtetest.
Tag 1 in Ungarn: Mit Köpfchen zurück ins EM-Rennen
Am ersten Renntag ging Felix bewusst mit Köpfchen an die Sache. Der Plan war klar: nicht gleich überziehen, keine unnötigen Risiken eingehen, sauber reinkommen, Sicherheit aufbauen und dann schauen, was möglich ist.
Diese Herangehensweise zahlte sich aus. Felix fand gut in den Tag hinein und konnte sich Stück für Stück steigern. Besonders stark war sein Auftritt im Extrem-Test. Dort gelang es ihm direkt am Zuschauerpunkt, den großen Doppelsprung zu setzen. Genau solche Momente sind nach einer Verletzung wichtig, weil sie zeigen: Das Vertrauen ins Motorrad, in den Körper und in die eigene Technik kommt langsam wieder zurück.
Am Ende beendete Felix den ersten Renntag in seiner stark besetzten Klasse auf Platz 10. Damit konnte er zufrieden sein. Natürlich war noch nicht alles wieder komplett locker und selbstverständlich, aber der erste Schritt war gemacht.
Tag 2 in Ungarn: Mehr Flow, mehr Attacke, mehr Selbstvertrauen
Am zweiten Renntag lief es für Felix noch besser. Er war deutlich mehr im Fluss, konnte trotz der heißen Temperaturen richtig gut abliefern und war wieder aktiv im Geschehen dabei.
Vor allem in einigen Sonderprüfungen zeigte er starke Zeiten. Dabei ging es nicht nur um einzelne Ergebnisse auf dem Papier, sondern vor allem um das Gefühl auf dem Motorrad. Felix merkte, dass er das Bike nicht mehr nur irgendwie durch die Tests bewegt, sondern wieder richtig angreifen kann. Genau dieses Gefühl hatte ihm in den vergangenen Wochen noch gefehlt.
Am Ende stand für ihn am zweiten EM-Renntag ein starker 7. Platz. Für den ersten Einsatz auf europäischer Ebene nach der Verletzung war das ein richtig gutes Ergebnis – und vor allem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
Video Enduro-EM Ungarn:
Großes Kino in Wriezen: MX-Spektakel am 1. Mai
Nach dem EM-Wochenende ging es für Felix weiter zur MX2 Landesmeisterschaft Berlin-Brandenburg nach Wriezen. Der Lauf am 1. Mai ist jedes Jahr ein echtes Highlight. Die Strecke ist voll, an den Zäunen stehen zahlreiche Zuschauer und die Stimmung ist einfach besonders.

Solche Rennen machen richtig Bock. Wenn tausende Leute an der Strecke stehen, fährt man automatisch noch einmal mit ein bisschen mehr Feuer. Gerade für Felix war Wriezen deshalb auch eine gute Möglichkeit, den zurückkommenden Speed unter Rennbedingungen weiter zu festigen.

Felix ist in der Serie eingeschrieben und liegt momentan auf dem zweiten Platz der Meisterschaftswertung. Die Konkurrenz war dabei alles andere als einfach, denn mit Maximilian Spieß stand auch ein richtig starker Fahrer am Start. Spieß ist MX-Profi – und genau solche Rennen bringen Felix weiter. Wenn man sich an schnellen Leuten orientieren kann, wird man selbst noch einmal gepusht.
Felix zeigte zwei starke Läufe und konnte beide Rennen auf Platz 3 beenden. Damit sicherte er sich auch in der Gesamtwertung Rang 3.
Für ihn war das ein richtig gutes Zeichen. Der Speed kommt nach der Verletzung immer besser zurück, und auch im Motocross fühlt er sich wieder deutlich wohler. Gerade auf der MX-Strecke braucht es Vertrauen, Präzision und Explosivität – und genau diese Dinge kehren bei Felix Schritt für Schritt zurück.

Round 3/4 der Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft: Sprint Enduro in Meltewitz

Direkt nach Wriezen ging es für Felix schon zum nächsten großen Termin: zur Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft nach Meltewitz. Gefahren wurde diesmal ein Sprint Enduro über zwei Tage.
Sprint Enduro macht Felix persönlich besonders viel Spaß. Man hat viele Tests, muss immer wieder voll konzentriert sein und kann sich über den Tag gut steigern. Genau dieses Format liegt ihm, weil es viel Rhythmus, Fokus und eine saubere Herangehensweise erfordert.
DEM Tag 1 in Meltewitz: Anspruchsvolle Strecke, sauberer Rhythmus
Am ersten Tag in Meltewitz zeigte sich die Strecke durchaus anspruchsvoll. Einige Fahrer waren nicht ganz so begeistert und schimpften über die Bedingungen, doch Felix kam gut damit klar.
Er fand rechtzeitig seinen Rhythmus, hatte Spaß auf dem Motorrad und konnte konstante Zeiten fahren. Genau das war an diesem Tag entscheidend. Nach der Verletzung ging es weiterhin darum, keine unnötigen Fehler zu machen, nicht zu überziehen und trotzdem mit gutem Tempo durchzuziehen.
Besonders wichtig: Felix blieb sturzfrei, vermied unnötige Fehler und brachte den Tag sauber zu Ende. Am Ende stand für ihn Platz 7 am ersten DEM-Renntag in Meltewitz.
DEM Tag 2 in Meltewitz: Noch einmal einen draufgelegt
Am zweiten Tag konnte Felix noch einmal nachlegen. Er kam besser in die Tests hinein, setzte einige richtig gute Zeiten und hatte wieder dieses Gefühl, dass langsam alles zusammenkommt.
Gerade nach einer Verletzung ist das ein enorm wichtiges Zeichen. Man merkt nicht von heute auf morgen, dass plötzlich alles wieder da ist. Es ist ein Prozess. Rennen für Rennen kommen mehr Sicherheit, mehr Speed und mehr Selbstvertrauen zurück.
Felix beendete den zweiten Tag in Meltewitz auf einem starken 5. Platz. Damit war er richtig zufrieden. Es geht wieder voran – und genau das ist im Moment das Wichtigste.
Zum Schluss gab es dann noch einen kleinen Abgang für die Zuschauer. Zum Glück passierte das Ganze erst nach der Ziellinie. Felix und auch das Motorrad haben alles gut überstanden, sodass man danach sogar wieder darüber lachen konnte.
Video Deutschen Enduro-Meisterschaft in Meltewitz
Kleine Pause: Neue Energie tanken nach neun Renntagen
Nach inzwischen neun Renntagen in dieser Saison ist jetzt auch mal kurz Zeit, etwas durchzuatmen. Die vergangenen Wochen waren intensiv, aber sie haben Felix auch gezeigt, dass er auf dem richtigen Weg ist.
Die Pause nutzt er, um wieder Kraft zu tanken und sportlich auch mal etwas anderes zu machen. So nahm er sich zum Beispiel vor, einen Halbmarathon zu laufen. Das lief richtig gut – und in Potsdam ist so etwas natürlich halb so schlimm, weil man beim Laufen auch noch richtig starke Ausblicke genießen kann.
Außerdem ging es für Felix nach Bilbao, um seine Schwester bei ihrem Auslandspraktikum zu besuchen. Auch dort wurde es sportlich, nur diesmal ohne Zweirad. An der Küste von Nordspanien stellte er sich aufs Surfbrett und versuchte, sich ins Surfen einzuarbeiten. Das machte richtig Laune und war körperlich ebenfalls eine coole Herausforderung.
Ausblick: Kraft tanken und dann wieder angreifen
Jetzt heißt es für Felix: kurz sammeln, Kraft tanken und dann wieder angreifen. Die letzten Rennen haben gezeigt, dass er wieder näher an seinen Speed herankommt und dass das Gefühl auf dem Motorrad immer besser wird.
Genau darauf will er aufbauen. Die Saison ist noch lang, und die Lust auf die nächsten Rennen ist groß. Nach Enduro-EM, Motocross in Wriezen und DEM in Meltewitz ist klar: Felix Melnikoff ist wieder auf dem Weg nach vorn.
Bis dahin,
Euer Felix



