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Manuel Lettenbichler baut Führung im Hard Enduro World Ranking aus – E-Bikes glänzen am Erzberg

Hard Enduro World Ranking

Manuel Lettenbichler bleibt im Hard Enduro das Maß der Dinge: Beim 30. Red Bull Erzbergrodeo sicherte sich der bayerische Hard-Enduro-Superstar seinen fünften Sieg in Folge am legendären „Iron Giant“ und kassierte damit erstmals die volle Punktzahl von 2.000 Zählern für das Hard Enduro World Ranking. Gleichzeitig setzte die Jubiläumsausgabe in Eisenerz ein starkes Zeichen für die Zukunft: Elektrisch betriebene Motorräder bewiesen auf Top-Niveau, dass sie inzwischen auch bei einem der härtesten Eintagesrennen der Welt konkurrenzfähig sind.

30 Jahre Erzbergrodeo: Der „Iron Giant“ fordert alles

Das Red Bull Erzbergrodeo 2026 war nicht einfach nur ein weiteres Rennen im Kalender, sondern die 30. Ausgabe eines der prestigeträchtigsten Hard-Enduro-Events der Welt. Insgesamt stellten sich 1.125 Starter dem Kampf gegen den steirischen Erzberg – jenen berüchtigten „Iron Giant“, den wohl jeder Hard-Enduro-Fahrer einmal im Leben bezwingen möchte.

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Für das Main Event qualifizierten sich 500 Fahrer. Doch wie brutal selektiv das Rennen auch nach drei Jahrzehnten noch immer ist, zeigt die Zielankunft: Nur 15 Fahrer schafften es innerhalb der vierstündigen Renndauer bis zur Zielflagge, die traditionell von Erzberg-Mastermind Karl Katoch geschwenkt wurde.

Manuel Lettenbichler schreibt Erzberg-Geschichte

Für Manuel Lettenbichler wurde die 30. Ausgabe des Erzbergrodeos zu einem weiteren historischen Kapitel seiner Karriere. Der Red Bull KTM Werksfahrer aus Kiefersfelden holte seinen fünften Sieg in Folge beim weltweit bekanntesten Eintages-Hard-Enduro-Rennen.

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Damit zieht „Mani“ mit zwei absoluten Legenden des Sports gleich: Graham Jarvis und Taddy Blazusiak. Beide prägten den Erzberg über Jahre hinweg und gehören zu den größten Namen, die der Hard-Enduro-Sport hervorgebracht hat. Lettenbichler steht nun auf einer Stufe mit ihnen – und könnte im kommenden Jahr sogar alleiniger Rekordhalter werden.

Sollte der Bayer 2027 erneut am Erzberg gewinnen, wäre er mit sechs Erfolgen der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte des Rennens.

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Erstmals 2.000 Punkte für den Erzberg-Sieg

Auch für das Hard Enduro World Ranking war das Erzbergrodeo 2026 ein wichtiger Meilenstein. Da das Rennen in der höchsten Kategorie „Supreme“ eingestuft ist, wurden für den Sieg erstmals 2.000 Punkte vergeben.

Manuel Lettenbichler nutzte diese Chance maximal aus. Nach seinem zwischenzeitlichen dritten Platz beim Silver Kings in den USA zementierte er mit dem Erzberg-Sieg seine Führung im Ranking. Aktuell steht er bei 5.240 Punkten und liegt damit fast 1.000 Punkte vor dem Zweitplatzierten Trystan Hart.

Der Kanadier zeigte ebenfalls eine konstant starke Form und wurde sowohl beim Erzbergrodeo als auch beim Silver Kings jeweils Zweiter. Mit 4.260 Punkten bleibt Hart Lettenbichlers erster Verfolger.

Auch Mitch Brightmore machte in den vergangenen Wochen deutlich auf sich aufmerksam. Der 23-jährige Brite fuhr beim Erzbergrodeo auf seiner GASGAS auf Platz fünf und feierte beim Silver Kings seinen ersten Sieg in der Hard Enduro World Championship. Durch diese starken Resultate schob er sich im Hard Enduro World Ranking weiter nach vorne und liegt aktuell auf Rang vier.

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E-Bikes beweisen ihre Konkurrenzfähigkeit im Hard Enduro

Ein besonders spannendes Thema beim 30. Erzbergrodeo war der Auftritt der elektrisch betriebenen Motorräder. Schon beim Rocket Ride sorgten die E-Bikes für Aufsehen: Das komplette Podium wurde von Fahrern auf Stark Future Maschinen besetzt.

Doch der eigentliche Härtetest wartete im Main Event. Dort bewies der Schwede Eddie Karlsson eindrucksvoll, dass ein elektrisch betriebenes Bike nicht nur Showpotenzial hat, sondern auch auf absolutem Top-Niveau bestehen kann. Karlsson brachte seine Stark Future ins Ziel und erreichte mit Platz neun sogar die Top 10.

Damit nicht genug: Hard-Enduro-Legende Graham Jarvis pilotierte den elektrisch angetriebenen Prototypen seiner neuen Eigenmarke Jarv-E auf Rang zehn. Damit standen gleich zwei E-Bikes in den Top 10 des härtesten Eintagesrennens im Hard Enduro.

Das ist mehr als nur ein Achtungserfolg. Es ist ein klares Signal, dass elektrische Motorräder inzwischen auch bei extremen Bedingungen wie am Erzberg konkurrenzfähig sind. Gerade in einem Sport, in dem Traktion, Dosierbarkeit, Gewicht, Reichweite und Zuverlässigkeit entscheidend sind, dürfte diese Entwicklung in Zukunft noch für viele Diskussionen sorgen.

Hard Enduro World Ranking: Website deutlich optimiert

Neben den sportlichen Highlights wurde auch am Hard Enduro World Ranking selbst weitergearbeitet. Die Website enduroworldranking.com wurde zwischenzeitlich deutlich optimiert und bietet nun mehr Transparenz für Fahrer, Fans, Veranstalter und Medien.

Im zentralen Bereich „Season Ranking“ gibt es mehrere wichtige Verbesserungen. Ab sofort wird die Gesamtzahl der Fahrer, Nationen und Rennen zum jeweiligen Zeitpunkt angezeigt. Außerdem lässt sich beim Klick auf einen Fahrer nicht mehr nur die Gesamtpunktzahl einsehen, sondern auch genau nachvollziehen, bei welchem Rennen welches Ergebnis erzielt wurde, in welcher Kategorie das Rennen eingestuft war und wie viele Punkte dafür vergeben wurden.

Ein weiteres wichtiges Feature ist die Filtermöglichkeit nach Nationen. Damit können Fahrer jederzeit sehen, wo sie im nationalen Vergleich stehen. Gerade für Nachwuchsfahrer und nationale Szenen ist das ein interessanter Schritt, weil das Ranking dadurch nicht nur die absolute Weltspitze abbildet, sondern auch lokale und regionale Entwicklungen sichtbarer macht.

Verbesserte Event-Übersicht für Fahrer und Veranstalter

Auch die Event-Ansicht wurde überarbeitet. Die Rennen werden nun nach Monaten sortiert dargestellt. Per Klick auf das jeweilige Event lassen sich weitere Details anzeigen.

Zusätzlich kann die Event-Liste nach Nationen gefiltert werden. Fahrer können sich damit gezielt anzeigen lassen, welche Rennen im eigenen Land oder in umliegenden Ländern anstehen. Das macht die Planung deutlich einfacher und sorgt dafür, dass auch kleinere Events mehr Sichtbarkeit erhalten können.

Ebenfalls neu ist die Filterung nach Klassen und Kategorien. Bereits gefahrene Rennen werden am Ende der Seite gelistet, wodurch der Kalender übersichtlicher und nachvollziehbarer wird.

Aktuell umfasst das Hard Enduro World Ranking bereits 1.864 Fahrer aus 40 Nationen und 16 Rennen.

Arbeitsgruppe soll Hard Enduro nachhaltig weiterentwickeln

Die Weiterentwicklung soll sich aber nicht nur auf die Website beschränken. Das Hard Enduro World Ranking soll langfristig dabei helfen, den Sport insgesamt professioneller, transparenter und besser nutzbar zu machen – für Fahrer, Veranstalter, Industrie, Partner und Medien.

Hard Enduro ist ein extrem komplexer Sport. Unterschiedliche Rennformate, verschiedene Leistungsniveaus, internationale Events, nationale Szenen, Nachwuchsarbeit, Serien, Verbände und Hersteller greifen ineinander. Das volle Potenzial ist für viele Beteiligte bislang noch nicht vollständig erschlossen.

Um genau hier anzusetzen, wird eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Sie soll die globale Hard-Enduro-Szene besser vernetzen, Probleme identifizieren und Lösungen entwickeln, die für möglichst viele Beteiligte funktionieren.

Die Arbeitsgruppe soll Vertreter aus mehreren Bereichen einbinden:

  • WERA / World Enduro Riders Association und Topfahrer
  • Nachwuchsfahrer
  • Motorradindustrie
  • Veranstalter
  • Motorsport-Verbände wie FIM, AMA und weitere Organisationen

Prominentester Vertreter der Arbeitsgruppe wird Manuel Lettenbichler sein. Der Serien-Weltmeister und aktuelle Erzbergrodeo-Sieger will sich aktiv einbringen.

Manuel Lettenbichler unterstützt die Arbeitsgruppe

Manuel Lettenbichler sieht im Hard Enduro World Ranking und in der geplanten Arbeitsgruppe eine große Chance für den gesamten Sport.

„Ich bin auch bei der Arbeitsgruppe gerne mit 100% dabei, weil ich denke, dass es eine großartige Möglichkeit ist, unseren Sport größer und besser zu machen. Wir als Fahrer sehen jetzt schon eine Menge positiver Dinge im Hard Enduro World Ranking und wir können die globale Hard Enduro Szene hier vereinen. Wir haben hier eine Gelegenheit, zusammen etwas wirklich Einzigartiges schaffen zu können und ich glaube, das braucht der Sport auch aktuell“, erklärt Lettenbichler.

Besonders für Nachwuchsfahrer sieht der Bayer Vorteile. Durch das Ranking können junge Fahrer besser einschätzen, wo sie national und international stehen. Auch Veranstalter könnten von der globalen Sichtbarkeit profitieren und zusätzliche Motivation erhalten, ihre Events weiterzuentwickeln, um in höhere Kategorien aufzusteigen.

Cody Webb bringt nordamerikanische Erfahrung ein

Auch Nordamerika wird in der Arbeitsgruppe vertreten sein. Mit Cody Webb kommt ein erfahrener Spezialist hinzu, der seit Jahren zu den bekanntesten Hard-Enduro-Fahrern aus den USA zählt.

Webb sieht seine Rolle ebenfalls als Möglichkeit, den Sport weiter voranzubringen: „Ich bin sehr gerne dabei, denn ich promote unseren Sport aus Überzeugung. Ich bin jetzt ja auch ein bisschen älter, weiser und erfahrener. Nun gut, nicht so wie Graham, aber immerhin. Ich möchte den Sport wachsen sehen und diese Aufgabe in der Arbeitsgruppe wird daher sehr interessant sein.“

Mit Lettenbichler und Webb sind damit zwei Fahrer eingebunden, die unterschiedliche Perspektiven aus Europa und Nordamerika mitbringen – ein wichtiger Punkt, wenn das Ranking wirklich global funktionieren soll.

Die nächsten Rennen im Hard Enduro World Ranking Kalender

Nach dem Erzbergrodeo geht es im Hard Enduro World Ranking direkt weiter. Die nächsten wichtigen Termine stehen bereits fest:

Ditrocks Hard Enduro in Rumänien
16. bis 19. Juli 2026
Kategorie: Challenger

Red Bull Romaniacs in Rumänien
28. Juli bis 1. August 2026
Kategorie: Supreme

Gerade die Red Bull Romaniacs werden erneut ein absolutes Highlight. Als härteste Hard-Enduro-Rallye der Welt zählt das Rennen zu den wichtigsten Events der Saison und wird im Ranking ebenfalls in der Top-Kategorie „Supreme“ geführt.

Red Bull Romaniacs 2026: Über 1.000 Kilometer Strecke und 58 Nationen

Martin Freinademetz, Mastermind der Red Bull Romaniacs, gibt bereits einen Ausblick auf die 23. Ausgabe des Klassikers in Rumänien. Das Team arbeitet das ganze Jahr über an der Veranstaltung. Mehr als 25 Track Manager gestalten aktuell über 1.000 Kilometer Strecke für neun verschiedene Klassen.

Die Nachfrage ist enorm: 58 Nationen werden vertreten sein, und die Startplätze in allen Klassen sind bereits vergeben. Neben den klassischen Hard-Enduro-Klassen werden bei den Romaniacs auch Adventure Bikes eingebunden. Auch diese Klassen sind laut Freinademetz sowohl qualitativ als auch quantitativ stark besetzt.

Ein besonderes Highlight: Graham Jarvis wird sich auf seiner elektrischen Jarv-E der Gold-Klasse stellen. Damit geht die Entwicklung der E-Bikes im Hard Enduro direkt beim nächsten Supreme-Event weiter.

Freinademetz betont außerdem, dass die Romaniacs seit 23 Jahren jedes Jahr den Anspruch haben, sich weiterzuentwickeln. Fans sollen die Fortschritte und die Racing-Action auch über Live-Übertragungen direkt verfolgen können. Das Hard Enduro World Ranking soll zudem weitere Veranstalter motivieren, ihre Events auf das höchstmögliche Niveau zu bringen.

Hard Enduro World Ranking Top 10 nach 16 Rennen

Stand nach 16 Rennen:

  1. Manuel Lettenbichler, Deutschland, KTM – 5.240 Punkte
  2. Trystan Hart, Kanada, KTM – 4.260 Punkte
  3. Mario Román, Spanien, Husqvarna – 3.884 Punkte
  4. Mitch Brightmore, Großbritannien, GASGAS – 3.860 Punkte
  5. Teodor Kabakchiev, Bulgarien, Sherco – 3.680 Punkte
  6. Ashton Brightmore, Großbritannien, GASGAS – 2.580 Punkte
  7. Ryder Leblond, USA, Husqvarna – 2.293 Punkte
  8. James Moore, Südafrika, Beta – 2.275 Punkte
  9. Eddie Karlsson, Schweden, Stark – 2.184 Punkte
  10. Matthew Green, Südafrika, KTM – 1.998 Punkte

8 Deutsche Fahrer in den TOP 100

Das vollständige Ranking gibt es unter: enduroworldranking.com/season-ranking

Fazit: Lettenbichler dominiert, E-Bikes liefern, Ranking wächst

Das 30. Red Bull Erzbergrodeo hat gleich mehrere Ausrufezeichen gesetzt. Manuel Lettenbichler bleibt der dominierende Fahrer im Hard Enduro und hat mit seinem fünften Erzberg-Sieg in Folge Geschichte geschrieben. Gleichzeitig rückt der alleinige Rekord am Iron Giant in greifbare Nähe.

Mit Eddie Karlsson und Graham Jarvis haben außerdem zwei Fahrer auf elektrisch betriebenen Bikes gezeigt, dass E-Motorräder inzwischen auch bei extremen Hard-Enduro-Bedingungen vorne mitfahren können. Das dürfte ein Thema sein, das die Szene in den kommenden Jahren noch intensiv begleiten wird.

Parallel dazu entwickelt sich das Hard Enduro World Ranking weiter. Mehr Transparenz auf der Website, bessere Filtermöglichkeiten, eine geplante Arbeitsgruppe mit Topfahrern und internationalen Vertretern sowie die Einbindung von Veranstaltern und Industrie zeigen: Hier entsteht ein Werkzeug, das die weltweite Hard-Enduro-Szene langfristig stärker vernetzen und professioneller machen kann.

Quelle: Hard Enduro World Ranking Fotos von © Red Bull Erzbergrodeo / Red Bull Romaniacs / Red Bull Content Pool / Philipp Platzer

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