Bereits zum dritten Mal lud der MSC Burg Eisenhardt am 04. Juli zum Fläminger Bike&Bike auf den Mühlenberg nach Reetz ein. Das noch junge, aber mittlerweile fest etablierte Rennformat entwickelt sich weiter positiv und konnte auch in diesem Jahr wieder Teilnehmer, Teams und Zuschauer an die Strecke locken.
Das Besondere am Fläminger Bike&Bike: Hier kämpfen nicht einzelne Fahrer um den Sieg, sondern Zweier-Teams. Jeweils ein Mountainbiker und ein Motorradfahrer bilden gemeinsam eine Mannschaft. Genau diese Kombination macht den Reiz der Veranstaltung aus, denn am Ende zählen nicht nur Geschwindigkeit und Kondition, sondern vor allem Teamarbeit, Ausgeglichenheit und die richtige Taktik.
Bewährtes Konzept mit idealen Bedingungen für Enduro- und Motocrossfahrer

Auch bei der dritten Auflage blieb der MSC Burg Eisenhardt dem erfolgreichen Konzept treu. Die Motorradfahrer absolvierten einen flüssig gesteckten Rundkurs, der zu rund drei Vierteln über die Motocross-Strecke führte. Ergänzt wurde die Runde durch leichte Geländepassagen, die für zusätzlichen Enduro-Charakter sorgten.
Auf besonders schwierige Hindernisse wurde bewusst verzichtet. Damit fanden sowohl Endurofahrer als auch Motocrossfahrer ideale Bedingungen vor. Der Kurs war fahrerisch anspruchsvoll genug, um Unterschiede sichtbar zu machen, blieb aber gleichzeitig fair und gut beherrschbar. Genau dadurch entstand ein spannender Teamwettbewerb, bei dem eine fehlerfreie Zusammenarbeit über die gesamte Renndistanz entscheidend war.
Rekordstarterfeld beim Fläminger Bike&Bike 2026

Auch organisatorisch konnte die Veranstaltung den positiven Trend der vergangenen Jahre fortsetzen. Mit 33 Teams gingen so viele Mannschaften wie noch nie beim Fläminger Bike&Bike an den Start. Damit wächst die noch junge Veranstaltung kontinuierlich weiter und zeigt, dass das besondere Format in der Szene sehr gut ankommt.
Gerade die Mischung aus Mountainbike und Motorrad macht das Event für Fahrer und Zuschauer gleichermaßen interessant. Während der eine Teil des Teams auf Muskelkraft, Kondition und saubere Linienwahl angewiesen ist, bringt der andere Teil Geschwindigkeit, Motorradbeherrschung und Konstanz auf der Strecke ein. Erst wenn beide Fahrer gut harmonieren, entsteht ein wirklich siegfähiges Team.
Regen statt Hochsommer: Wetter sorgt für zusätzliche Spannung

Für zusätzliche Würze sorgte in diesem Jahr das Wetter. Nachdem in der Vorwoche noch hochsommerliche Temperaturen herrschten, zeigte das Thermometer am Renntag nicht einmal mehr 20 Grad. Dazu setzte über weite Strecken leichter Regen ein.
Für die Fahrer bedeutete das wechselnde Bedingungen und eine zusätzliche Herausforderung. Gleichzeitig hatte der Niederschlag aber auch einen klaren Vorteil: Der Staub auf der Strecke wurde nahezu vollständig gebunden. Dadurch herrschten trotz Regen sehr gute Rennbedingungen. Die Strecke blieb gut fahrbar, die Sicht war deutlich besser als bei trockenen und staubigen Verhältnissen, und die Zuschauer bekamen faire Duelle auf hohem Niveau zu sehen.
Ausgeglichene Teams hatten die besten Siegchancen

Sportlich entwickelte sich das Fläminger Bike&Bike erneut zu einem echten Highlight. Besonders spannend war, dass nicht allein ein schneller Motorradfahrer oder ein besonders starker Mountainbiker den Unterschied ausmachen konnte. Da die Rundenzeiten beider Disziplinen nahezu identisch waren, hatten vor allem ausgeglichene Teams die größten Chancen auf den Sieg.
Genau das machte das Rennen so interessant. Kleine Fehler, schwächere Runden oder Probleme beim Rhythmus konnten sofort Zeit kosten. Wer dagegen konstant fuhr und als Team gut funktionierte, konnte sich Schritt für Schritt nach vorn arbeiten.
Packender Kampf um den Gesamtsieg

An der Spitze entwickelte sich über nahezu die gesamte Renndistanz ein intensiver Kampf um den Gesamtsieg. Die Teams Einar Meyer / Tom Titz und Stephan Schmeck / Nico Büchner lieferten sich Runde für Runde einen spannenden Schlagabtausch.
Meist trennten die beiden Spitzenteams weniger als 30 Sekunden. Damit blieb das Rennen lange völlig offen. Erst in der Schlussphase konnten sich Meyer/Titz leicht absetzen. Mit insgesamt 20 gefahrenen Runden sicherten sie sich schließlich den Gesamtsieg sowie den Sieg in der Klasse der E-Bikes.
Ebenfalls auf 20 Runden kamen Martin Stockmann / Florian Lindner. Damit gewann das Duo die Pro-Klasse und unterstrich ebenfalls, wie hoch das sportliche Niveau bei der dritten Auflage des Fläminger Bike&Bike war.
Klassensiege in Reetz
Auch in den weiteren Klassen wurden die Sieger erst nach spannenden Runden ermittelt. Die Entscheidungen fielen dabei ebenfalls über Konstanz, Teamwork und eine saubere Einteilung der Kräfte.
In der Klasse Unter 80 setzte sich das Team Alf Lärz / Felix Kinzelmann mit 18 Runden durch. Ebenfalls 18 Runden reichten Jörg Deckert / Michael Stähr zum Erfolg in der Klasse Über 80. In der Mixed-Klasse feierten Jan Rößler / Marina Adler den Klassensieg.
Insgesamt absolvierten die 33 Teams beeindruckende 562 Rennrunden. Diese Zahl zeigt deutlich, welchen sportlichen Stellenwert die Veranstaltung mittlerweile erreicht hat und wie intensiv über die komplette Renndistanz gekämpft wurde.
Ergebnisse
Fläminger Bike&Bike etabliert sich im Veranstaltungskalender

Mit der dritten Auflage hat sich das Fläminger Bike&Bike endgültig als fester Bestandteil im Veranstaltungskalender des MSC Burg Eisenhardt etabliert. Das wachsende Starterfeld, die spannenden Teamduelle und das besondere Format aus Mountainbike- und Motorradrennen sprechen klar für die Veranstaltung.
Entsprechend dürfte die Vorfreude auf die vierte Auflage im kommenden Jahr bereits jetzt groß sein. Denn das Fläminger Bike&Bike hat einmal mehr gezeigt, dass Motorsport und Mountainbike perfekt zusammenpassen können, wenn Teamgeist, Ausdauer und Fahrtechnik gemeinsam gefragt sind.
Quelle: DG Design / Denis Günther


