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Chris Hollis Foto iKapture

Eine Interessante Kolumne von Jörg Hoffman über das Australische SixDays Team könnt ihr hier lesen. 

Auf den Asphaltrennstrecken der Welt haben sich die Australier eingebrannt wie keine andere Nation. Mick Doohan, Casey Stoner, Wayne Gardner, Troy Bayliss, Troy Corser, Chris Vermeulen und Andrew Pitt, um nur die aus der Neuzeit zu nennen. Sicherlich sind andere Nationen im Medaillenrang höher, aber man muss bedenken, dass zu Zeiten von Wayne Gardner und Mick Doohan gerade einmal an die 16 Millionen Menschen auf dem Kontinent  Down Under wohnten. Auch heute sind die Australier mit gerade einmal 23 Millionen nicht gerade die Einwohnerstärkste Nation. Nur zur  Krönung im Geländesport,  hat es bisher noch nicht gereicht. 1995 verbuchte man das bisher beste Ergebnis und gewann im sagenumwobenen Jelenia Góra, Polen, mit der Besetzung Shawn Reed, Shane Watts, Ian Cunningham und Jamie Cunningham die Junior Trophy. Shane Watts holte die Weltmeisterehre in der 125er Zweitaktklasse zwei Jahre später. Danach mussten die Australier erst auf den in Neuseeland geborenen Stefan Merriman warten, um weitere Erfolge im Geländesport einzufahren. Stefan Merriman eroberte sich die Krone 2000, 2001, 2003 und 2004. Aber auch mit einem herausragenden Stefan Merriman, und Stefan war in dieser Zeit herausragend, wollte es mit dem Sieg bei der Internationalen Sechstagefahrt einfach nicht klappen

Daniel Millner Foto iKapture

Aber warum sollte sich dies 2012 in Sachsen ändern? Ganz einfach, weil Australien mit dem stärksten Team aller Zeiten nach Deutschland anrückt. Das World Trophy Team der Australier besteht aus Chris Hollis (28), Glenn Kearney (31), Daniel Milner (21), Matthew Phillips (19), Toby Price (24)und Josh Strang (24). Namen die in Europa nicht so geläufig sind, aber bei genauerem Hinsehen dann doch irgendwie bekannt vorkommen. Da braucht man nur in die Ergebnisliste der ISDE 2011 zu schauen. Toby und Matthew standen am Ende auf Rang 4 und 5 der E2 Klasse. Für Josh Strang und Glenn Kearney muss man die Ergebnislisten in den  USA anschauen. Die Amerikanische Enduro Serie, GNCC, sah Josh 2008 als Dritter, 2009 als Zweiten 2009 und 2010 als Sieger der stark umkämpften Endurorennserie der USA. Auch Glenn schlug sich mit 9. Platz 2008, 8. Platz 2009 und 6. Platz in 2010 sehr beachtlich. Bleiben also noch Chris und Daniel. Daniel ist in der E1 Klasse der AORC (Australian Off Road Championship) unterwegs und fordert die etablierten Fahrer in E2 und E3 heraus, was bedeutet, er hat mehr Speed zum Jahr davor gefunden. Und Chris weiß als Australischer Champion durch seine Zeit im Husqvarna Werksteam 2010 wie es ist, in Europa zu fahren.

Toby Price Foto iKapture

Bis auf Josh fahren alle in der AORC und schenken sich am Rennwochenende keinen Millimeter und treiben sich somit zu neuen Höchstleistungen an. Dass sich ein Antonie Meo bei der Australischen Viertagefahrt, kurz A4DE – Australian 4-Day Enduro, eine kürzere Ausgabe der ISDE, Chris Hollis beugen musste und Alex Salvini bei der letzten Ausgabe zwar die E1 Klasse knapp vor Altmeister Stefan Merriman sichern  konnte, aber gegen Toby Price nichts ausrichten konnte, zeigt wie es in der Australischen Meisterschaft zugeht. Zwar sind die Franzosen als Gewinner der 87. Auflage der ISDE fast schon gesetzt, aber mein Geheimtipp für die Sechstagefahrt vom 24. – 29. September 2012 in Sachsen,  ist Australien!  Und das nicht nur, weil ich im Moment hier lebe!

 Jörg Hoffman