Nach einem Jahr Pause fand diesen Samstag wieder das klassische Enduro „Rund um Börnichen“ statt. Ursprünglich hatten sich über 250 Fahrer vorgenommen ins Rennen zu starten – letztendlich peitschten 160 Teilnehmer ihre Bikes ab 10 Uhr bei top Wetterbedingungen durch das Börnichener Gelände. Den Grund dafür äußerte Rennleiter Roger Geißler vor dem Start: „Mehr als 160 Fahrer bekommen wir auf unserer rund 30km langen Runde einfach nicht unter.“
Die AI-Lizenzer mussten auf allen 4 Prüfungen „Vollgas“ geben, da jede in die Wertung einging. Im Gegensatz dazu durften die lizenzfreien Fahrer die herausfordernde Strecke nur drei Runden ihren Rädern aussetzen, wobei am Ende lediglich die zweite und dritte Prüfung „abgerechnet“ wurden.

Insbesondere die Neuerungen in Kombination mit dem Wetter der vorherigen Tage machten das Rennen 2011 anspruchsvoller als in den vorangegangenen Austragungsjahren: Erstmals wurde das Schlammloch von „Rund um Zschopau“ in die Strecke integriert. Dies sorgte auch bei den Zuschauern für Zustimmung. Weiterhin gab es im Waldkirchener Flur eine neue Auffahrt, die es in sich hatte und wie der Rest der Stecke durch den Regen der Vorwoche extrem schlammig war.

Auch diesmal war RUB wieder ein Anziehungspunkt für die A-Lizenzfahrer – bietet das Rennen doch eine gute Trainings- und Testmöglichkeit in der langen Sommerpause. So testeten beispielsweise Jörg Haustein und Benjamin Liebl ihre neuen 250 4Takt KTMs in Vorbereitung auf die Six Days in Finnland. Bruno Wächtler und Marcel Teucher sind von der E1 in die E2 aufgestiegen und pilotieren nun die brandneue 350 EXC aus dem Hause KTM. Letzterer hat sich darüber hinaus erstmals nach seinem Kreuzbandriss im Renngeschehen zurückgemeldet und nutzte die vier Runden als Test bezüglich seines Leistungsstandes. Trotz des zu erwartenden mäßigen Rennresultats konnte Teucher einen Vorwärtstrend hinsichtlich der Belastbarkeit und Einsatzfähigkeit des Knies feststellen.
Auch Derrick Görner stattete RUB einen Besuch ab – allerdings nur als Zaungast, da er sich am vorangegangenen Montag am Knie operieren ließ und hofft, zum nächsten DEM-Lauf in Dachsbach wieder an den Start gehen zu können.

Leistungsmäßig waren Dennis Schröter und Nick Emmrich wie erwartet die dominierenden Fahrer in ihren Klassen. Erstere verwies mit knapp 4 Sekunden Vorsprung Marco Neubert auf Platz zwei, hinter dem sich Mirko Knorr auf dem dritten Rang einreihte. Emmrich gewann in der E3 mit sicherem Abstand vor Tobias Kirbach und Andre Schröter. Mit einer Gesamtrundenzeit von 12:20,16 legte der Borstendorfer zudem die beste Zeit des Tages hin.
Etwas überraschender war das Ergebnis in der E1. Ein Sturz in der zweiten Sonderprüfung kostete Jörg Haustein viel Zeit, so dass er den Rückstand auf Daniel Hänel nicht mehr aufholen konnte. Damit kann sich Hänel nicht nur über den ersten Einzelsieg in seinem neuen Team MX-Point.de freuen, sondern auch über seinen ersten Sieg auf der Heimstrecke.

Für die lizenzfreien Fahrer war das Rennen natürlich noch anspruchsvoller, da sie selten in den Genuss eines solchen herausfordernden Geländes wie in Börnichen kommen.
Maik Schubert kam, sah und siegte in der B1. Er profitierte dabei vom Sturz seines Teamkollegen Michel Lang, der sich mit Platz 2 begnügen musste. Den ersten Platz in der B2 und B3 sicherten sich Markus Börner und Björn Feldt. Letzterer ist somit auch Sieger der ADMV Meisterschaft, welche gleichzeitig ausgetragen wurde.