Das Finale der Deutschen Enduromeisterschaft war das Saisonhighlight schlechthin. Auch in diesem Jahr zog es zehntausende Fans in die kleine Stadt im Erzgebirge. Das Schlammloch in Börnichen, wie auch der legendäre Teufelsberg waren Anziehungspunkte der Zuschauer. Dies war nicht nur dem hochkarätigem Fahrerfeld, sondern auch Petrus, der für Sonnenschein und gute Streckenbedingungen sorgte, zu verdanken.

Bereits beim Prolog waren wie im Prologbericht schon erwähnt, extrem viele Zuscher gekommen, die packende Zweikämpfe auf dem parallelkurs verfolgen konnten.

Weiter ging es dann am Samstag früh um 8 Uhr mit den 3 schweren Runden rund um Zschopau. Der Skihang begrüßte die Fahrer gleich mit Rauhreif der den ganzen die nötige Würze verlieh aber auch alle Fans frieren ließ. Dennoch waren bereits 8 Uhr alle Parkplätze belegt.

Andreas Beier

Zwei Titel wurden in Zschopau noch vergeben. In der Klasse E1 gab es einen deutlichen Vorteil für Andreas Beier. Den ZAP Piloten hätte Platz 16 gereicht um die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Am Ende wurde es, hinter den entfesselnd fahrenden Remes und Bourgois, der 3. Platz. Hübner unterliefen allerdings zu viele kleine Fahrfehler, die ihn am Ende des Tages nur Platz 5 einbrachten.

Die zweite Titelentscheidung stand im Championat aus. Hier führte Dennis Schröter mit 3 Punkten, nach dem Finale waren Kehr und Schröter punktgleich. Die Mehrheit der Siege hatte Kehr auf der Habenseite und so fiel die Entscheidung zugunsten des KTM Sturm Piloten. Dennis Schröter holte sich in seiner ersten Endurosaison den Klassentitel in der Klasse E2.
An den beiden führte auch in Zschopau kein Weg vorbei. So setzten sie sich gegen ihre Konkurrenten sowohl in der Klasse E2 wie auch in der E3 durch. Im Championat dagegen waren die beiden WM Profis Eero Remes und Marc Bourgois zu stark. Remes dominierte während des ganzen Tages fast nach Belieben. Nur zwei Bestzeiten musste der Finne an die Konkurrenz aus Frankreich abgeben.

Neben den Meisterschaftsklassen gab es aber auch noch eine Menge Klassen ohne Meisterschaftsprädikat. Dafür war allerdings ebenfalls eine B-, oder C-Lizenz nötig. Diese Fahrer mußten nur 2 Runden absolvieren. Die meisten von Hobbyfahrern waren mit den 2 Runden auch vollkommen ausgelastet. Nur die wenigen Pokalfahrer hätten sich noch eine dritte Runde gewünscht.

Maik Schubert

Einer davon ist Tom Schneider. Der Thüringer siegte wie schon oft in dieser Saison in der E1B. Kommendes Jahr wird er mit seiner Hufo in der Deutschen Meisterschaft antreten und sich mit den deutschen Spitzenfahrern messen. Die zwei weiteren Podestplätze gingen an Maik Schubert und  Michel Lang. Für Schubert ist dies nach viel Pech in den letzten Rennen endlich wieder einmal ein zählbarer Erfolg.

Erwähnenswert ist ebenfalls noch die Klasse 13. Mit Rene Landrock steht dort ein Umsteiger auf Platz 3. Der Ehrenfriedersdorfer war  viele Jahre mit einer 250er 2-Takt-KTM unterwegs. Das er auch mit 4 Takten schnell ist, beweist vorallem seine Bestzeit beim letzten Test in Venusberg.

Zschopau ist ebenfalls bekannt für die heißeste „Raceparty“ im Lande. Am Abend ging es dann nach der Siegerehrung zur zehnten 😉 Sonderprüfung. Ausgelassen wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und somit einer spannenden Endurosaison 2011 ein schöner Abschluss für Fans und Fahrer gesetzt.