Der Startschuss ist gefallen: Am 22. März 2026 ging es endlich los mit der neuen Saison der Deutschen Enduro-Meisterschaft in Dahlen. Für Garry Dittmann bedeutete das nicht nur den Auftakt nach einer langen Winterpause, sondern auch ein ganz besonderes Jahr – sein letztes in der Juniorenklasse. Entsprechend hoch waren Motivation, Erwartungen und der Wille, direkt vorne mitzumischen.
Starke Wintervorbereitung zahlt sich aus
Die Off-Season verlief für Garry alles andere als ruhig – trotz eisiger Temperaturen wurde konsequent gearbeitet:
- Intensive Trainingseinheiten trotz Winterbedingungen
- Enge Zusammenarbeit mit seinen Trainern
- Deutliche Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit
- Fokus auf Technik, Ausdauer und mentale Stärke
Diese Vorbereitung sorgte dafür, dass Garry topfit und mit klaren Zielen an den Start ging.
Solider Start, aber noch nicht im Renn-Flow

Am Renntag selbst fühlte sich Garry von Beginn an entspannt und gut vorbereitet. Ohne große Nervosität ging er in die erste Sonderprüfung:
Burgberg-Crosstest (SP1)
- Saubere Linienwahl
- Technisch solide Fahrt
- Allerdings fehlte der letzte Druck am Gas
Endurotest Meltewitz (SP2)
- Ähnliche Situation wie im Crosstest
- Zeiten „okay“, aber nicht auf Wunsch-Niveau
- Noch nicht das Gefühl wie im Training
👉 Fazit der ersten Runde: Solide Basis, aber der letzte Schritt zur Top-Performance fehlte.
Zweite Runde: Erste Ermüdungserscheinungen
Mit Beginn der zweiten Runde wurde es körperlich deutlich anspruchsvoller:
- Spürbarer Leistungsabfall
- Fehler im Burgberg-Crosstest, die vermeidbar gewesen wären
- Trotzdem weiterhin konkurrenzfähige Zeiten
- Platzierung pendelte zwischen Rang 4 und 5 in der Klasse
Im Endurotest Meltewitz wurde es noch schwieriger:
- Kein richtiger Flow
- Weniger Druck als am Morgen
- Konzentration ließ deutlich nach
- Gefühl: „Wie übermüdet Auto fahren“
Finale Runde: Alles oder nichts
In der dritten Runde ging es an die absolute Belastungsgrenze:
- Körperlich komplett am Limit
- Probleme bei der Spurenwahl
- Vor der letzten Prüfung: nur 2 Sekunden Rückstand auf Platz 5
Entscheidung: Angriff!
Mit einem Energiegel setzte Garry alles auf eine Karte:
- Kurzzeitig nochmal mehr Druck möglich
- Risiko wurde erhöht
- Konzentration jedoch stark eingeschränkt
Dann der entscheidende Moment:
- Leichte Berührung mit einem Baum
- Motorrad geriet ins Schaukeln
- Heftiger Sturz
- Rennen praktisch entschieden
Ergebnis: Mehr als es auf dem Papier aussieht
Am Ende stand:
- Platz 7 in der J1-Klasse
- Platz 27 im Championat
Auf den ersten Blick vielleicht nicht das gewünschte Ergebnis – doch die Hintergründe erzählen eine andere Geschichte.
Nach dem Rennen: Die wahre Ursache
Am Abend folgte die Erklärung für die extreme Ermüdung:
- Diagnose: Grippaler Infekt
- Körper bereits während des Rennens geschwächt
- Leistungsabfall plötzlich nachvollziehbar
👉 Unter diesen Umständen bekommt das Ergebnis eine ganz neue Bedeutung.
Fazit: Kämpferleistung trotz Handicap
Trotz gesundheitlicher Einschränkungen konnte sich Garry stark behaupten:
- Konkurrenzfähig über weite Strecken
- Kampfgeist bis zum Schluss
- Wichtige Erkenntnisse für die Saison
Sein eigenes Fazit bringt es auf den Punkt:
„That’s the Game… nächstes Mal wird auf alle Fälle besser!“

Ausblick auf die Saison 2026
Das Rennen in Dahlen zeigt:
- Die Form stimmt grundsätzlich
- Die Pace ist vorhanden
- Mit voller Gesundheit ist deutlich mehr möglich
👉 Die Saison ist lang – und Garry Dittmann wird definitiv noch ein Wörtchen mitreden.
Quelle: Garry Dittmann, Fotos von Marcel Sänger

