Punkt 13.11 Uhr fiel der Startschuss für das RedBull111Megawatt 2017. Alle Stars der Scene standen in der ersten Reihe und lieferten sich von Beginn an einen harten Kampf um den Sieg in der größten Kohlemine Europas.

Das Megawatt kein reines Extremenduro ist, ist bekannt. Neben einigen Auffahrten geht es oft Vollgas durch den Sand. Hinzukommen einige Hindernisse die publikumswirksam in der Art einer Arena aufgebaut sind. Da der Tagebau weitläufig ist, lässt man die Fans offiziell auch nur an diese einzige Stelle.

Mehrmals wechselte die Führung, zunächst mischte auch Wade Young mit, der aber nach Runde 2 plötzlich von der Livetiming Liste verschwunden war. Ein kleines technisches Problem zwang ihn zur Aufgabe.Somit entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Walker und Roman. Walker ging als Titelverteidiger ins Rennen und diktierte das Rennen von der Spitze aus. Der Showdown erfolgte erst am letzten Steinfeld vor dem Ziel, dies wie erwähnt Publikumswirksam vor den Fans.

Walker ging als führender in das Steinfeld gefolgt von Roman. Der Spanier in Sherco Diensten setzte sich kurz neben Walker, hatte aber keine Möglichkeit auf seiner Spur den KTM Fahrer zu überholen. Damit holte sich Walker nach 2015 und 2016 seinen dritten Sieg in Polen.

Ich bin so, so glücklich mit diesem Sieg. Es war nicht einfach, aber ich habe das ganze Rennen bis zum Ende gekämpft. Ich danke allen die mich gestärkt haben, denn die Zeiten waren in diesem Jahr ein bisschen hart und unglücklich. Dieser Sieg gehört genauso den Team die mich unterstützt haben.

Walkers Teamkollege Alfredo Gomez schaffte hinter Graham Jarvis den vierten Platz. Das besondere für Gomez war das er sich seine Rennbekleidung zusammen borgen musste. Auf den Hinflug ist sein Gepäck abhanden gekommen, wodurch er erst einmal ohne Teambekleidung da stand.

Manuel Lettenbichler wurde als fünfter bester Deutscher Fahrer. Ebenfalls im Ziel Kevin Gallas auf Platz 14. Insgesamt schafften in der Fahrzeit von 4h 28 Fahrer die Zielankunft und damit 10 mehr wie im Vorjahr als  nur 18 Fahrer die 3 Rundendistanz in der Fahrzeit schafften.

Probleme gab es vor allem an 3 Auffahrten die mit Fahrern voll stand, zwar nicht zu schwierig aber für die Masse der 500 Fahrer problematisch. Dort war dann für die Semi PRO Fahrer kein durchkommen mehr möglich. 147 Fahrer der 500 Teilnehmer insgesamt schafften nicht einmal 1 Runde.

Ergebnisse

Fotos: Damian Kramski / Red Bull Content Pool