Als einer der schnellsten Fahrer des Events beendete Josep Garcia den ersten Tag in der Enduro 1-Klasse auf Platz 6 und Gesamtrang 11 bevor er sich an die Spitze der E1-Gesamtwertung vorarbeitete und um die Führung in der Gesamtwertung kämpfte. Nach Platz 2 am zweiten Tag, gewann der Spanier die E1-Klasse an Tag 4 und 5 bevor er sich mit einem beeindruckenden finalen Lauf zum Sieger der E1-Klasse krönte.

Josep Garcia: „Das hat eine Menge Spaß gemacht; ich bin so glücklich, das letzte Motocross-Rennen gewonnen zu haben. Schon letztes Jahr in Spanien lief es bei den Six Days gut für mich, deshalb wollte ich dieses Jahr in Frankreich wieder gut abschneiden – mein Ziel war es, die Enduro 1-Klasse zu gewinnen. Dieses Ziel erreicht zu haben, ist großartig. Wie immer war es eine lange und schwierige Woche, aber insgesamt lief es gut für mich. Der Staub während der ersten Tage war ein kleines Problem, aber während der neuen Tests am dritten und vierten Tag sowie bei der Sonderprüfung hatte ich ein gutes Gefühl. Dass ein Fahrer des spanischen Trophy Teams aufgeben musste, war eine Enttäuschung; danach habe ich mich umso mehr angestrengt, um nicht nur die Enduro 1, sondern auch die Gesamtwertung zu gewinnen.“

Nach einem mittelmäßigen Start in die E2-Klasse, in der er nach dem ersten Tag Platz 15 belegte, sicherte sich Nathan Watson aus Großbritannien nach einer positiven zweiten Rennhälfte und einem Sieg am letzten Tag einen guten sechsten Gesamtrang. KTM-Fahrer Daniel Milner schaffte als Zweitplatzierter den Sprung aufs Podium, während Kailub Russell die Woche auf Platz 7 beendete.

Nach einem beeindruckenden Start in die ISDE-Woche, in der er drei Tagessiege in der Enduro 3-Klasse feiern konnte, schien für Christophe Nambotin alles auf den Gesamtsieg hinauszulaufen. Bei einem Sturz an Tag 4 brach sich der Franzose jedoch Knochen in der rechten Hand. Trotz starker Schmerzen beendete ‘Nambo’ das Rennen und belegte in der E3-Klasse am Ende Rang 7, womit er deutlich zum Sieg des französischen Teams in der World Trophy Teamwertung beitrug.

Christophe Nambotin: „Das ist ein tolles Gefühl. In Frankreich die World Trophy Teamwertung zu gewinnen, ist etwas Besonderes. Speziell nach den letzten schwierigen Tagen. Ich wusste, ich konnte wegen meiner verletzten Hand nicht voll angreifen, aber glücklicherweise ist der Rest des Teams großartig gefahren, so dass wir unser Ziel erreichen konnten. Der Start ins Rennen war gut, aber mit der Handverletzung ging es für mich am Ende nur noch darum, ins Ziel zu kommen.“

In der E3 war es der Amerikaner Taylor Robert, der mit einem zweiten Platz in der E3 und dem zweiten Gesamtrang stark in die Woche startete. Nach weiteren zweiten Plätzen an Tag 2 und 3 gelangen ihm Siege am vierten und fünften Tag. Er beendete die Six Days mit einem zweiten Platz im finalen Motocross-Lauf, was ihm den Sieg in der Enduro 3-Klasse sowie den dritten Platz im Gesamtranking sicherte. Für ein komplett oranges Podium sorgten Jaume Betriu sowie der Australier Daniel Sanders auf den Plätzen 2 und 3 vor Matti Seistola auf Rang 4.

Taylor Robert: „Ich bin wirklich zufrieden damit, wie die diesjährigen Six Days für mich gelaufen sind – der Sieg in der Enduro 3-Klasse und der dritte Gesamtrang sind ein gutes Ergebnis. Natürlich hatte ich darauf gehofft, wie im letzten Jahr den Gesamtsieg einfahren zu können, aber das sollte dieses Jahr nicht sein. Ich hatte ein paar Tage, an denen es nicht besonders gut lief, aber insgesamt bin ich zufrieden. Nach wie vor gibt es nur eine Handvoll Amerikaner, die bei den Six Days eine Klasse für sich entschieden haben und ich bin ziemlich stolz, einer von ihnen zu sein. Es war schade, dass Thad am ersten Tag ausgeschieden ist, aber die Six Days können manchmal ziemlich verrückt sein. Ich bin mit einem schlechten Start in den letzten Lauf gegangen. Trotz dieses Starts habe ich mir meinen Weg gebahnt und konnte auf die Spitze aufschließen. Während der ersten Runden habe ich alles gegeben und manchmal war ich vielleicht ein bisschen zu wild unterwegs. In der letzten Runde konnte ich noch ungefähr vier Fahrer überholen und mir so Platz 2 sichern.“

KTM-Fahrer belegten vier der ersten sechs Plätze in der Enduro Women´s Class. Die spanische KTM-Werksfahrerin Laia Sanz lag am Ende mehr als eineinhalb Minuten vor der Konkurrenz. Das amerikanische, auf KTM fahrende Women´s World Trophy Team, bestehend aus Brandy Richards, Kacy Martinez und Rebecca Sheets, belegte Platz 2 hinter dem Team aus Australien.

Ergebnis FIM International Six Days Enduro 2017

World Trophy Team
1. Frankreich (Christophe Nambotin (KTM), Christophe Charlier (Husqvarna), Loïc Larrieu (Yamaha), Jeremy Tarroux (Sherco)), 12:59:38.23
2. Australien (Daniel Sanders (KTM), Daniel Milner (KTM), Matthew Phillips (Sherco), Josh Green (Yamaha)), 13:05:52.26
3. Finnland (Matti Seistola (KTM), Antti Hellsten (Husqvarna), Eero Remes (TM), Henric Stigell (Husqvarna)), 13:08:50.34

Junior World Trophy
1. Frankreich (Jeremy Miroir (Husqvarna), Hugo Blanjoue (Yamaha), Anthony Geslin (Beta)), 9:55:04.10
2. Italien (Davide Soreca (Honda), Andrea Verona (TM), Matteo Cavallo (Beta)), 9:55:19.63
3. USA (Michael Layne (Husqvarna), Grant Baylor (Husqvarna), Josh Toth (Yamaha)), 9:57:07.00

Women’s World Trophy
1. Australien (Tayla Jones (Husqvarna), Jessica Gardiner (Yamaha), Jemma Wilson (Yamaha)), 7:08:04.01
2. USA (Kacy Martinez (KTM), Rebecca Sheets (KTM), Brandy Richards (KTM)), 7:14:50.63
3. Frankreich (Audrey Rossat (Husqvarna), Juliette Berrez (Yamaha), Samantha Tichet (Yamaha)), 7:34:40.74

Enduro 1
1. Josep Garcia (KTM), 3:12:23.99
2. Ryan Sipes (Husqvarna), 3:13:27.64
3. Davide Guarneri (Honda), 3:13:35.82
4. Jeremy Tarroux (Sherco), 3:14:11.28
5. Eero Remes (TM), 3:14:11.49
Weitere KTM
11. Enric Francisco (KTM), 3:19:26.14
13. Dan Mundell (KTM), 3:19:27.52
16. Joakim Grelsson (KTM), 3:21:12.28
18. Joao Vivas (KTM), 3:22:38.72
20. Pontus Skog (KTM), 3:24:40.84
22. Bruno Crivilin (KTM), 3:25:19.36
24. Didier Goirand (KTM), 3:27:15.56
26. Yanik Spachmuller (KTM), 3:27:32.06
29. Robert Friedrich (KTM), 3:30:53.83
32. Hakon Nohr (KTM), 3:32:35.52
33. Nayib Chavolla (KTM), 3:35:00.31
35. Tomas Clemente (KTM), 3:37:36.27
37. Manuel Teixeira (KTM), 3:40:00.49
38. Daniel Brunner (KTM), 3:43:29.50
39. Takahiro Maehashi (KTM), 3:51:40.72
40. Antonio Sahagun (KTM), 3:53:19.33
41. Jan Allers (KTM), 4:10:59.07

Enduro 2
1. Loïc Larrieu (Yamaha), 3:11:45.68
2. Daniel Milner (KTM), 3:13:17.54
3. Alex Salvini (Beta), 3:14:40.39
4. Albin Elowson (Husqvarna), 3:14:51.84
5. Christophe Charlier (Husqvarna), 3:15:11.64
Weitere KTM
6. Nathan Watson (KTM), 3:15:15.76
7. Kailub Russell (KTM), 3:16:57.23
16. Eric Yorba (KTM), 3:19:28.14
18. Oliver Nelson (KTM), 3:22:37.00
20. Frazer Flockhart (KTM), 3:23:17.83
23. Jakub Sefr (KTM), 3:25:39.31
24. Robin Nijkamp (KTM), 3:26:35.23
25. Milan Engel (KTM), 3:26:43.09
26. Adolf Zivny (KTM), 3:27:59.37
27. Robert Riedel (KTM), 3:28:30.32
28. Andrew Leloup (KTM), 3:29:42.84
30. Sandro Allemann (KTM), 3:35:25.00
32. Diego Colett (KTM), 3:39:46.73
35. Jarne De Schaepmeester (KTM), 3:49:34.06
37. Kevin Burud (KTM), 3:52:07.13

Enduro 3
1. Taylor Robert (KTM), 3:13:05.64
2. Jaume Betriu (KTM), 3:14:52.78
3. Daniel Sanders (KTM), 3:17:15.55
4. Matti Seistola (KTM), 3:17:27.80
5. Matthew Phillips (Sherco), 3:17:41.94
Weitere KTM
7. Christophe Nambotin (KTM), 3:18:29.63
10. Lyndon Snodgrass (KTM), 3:19:29.29
13. Jiri Haked (KTM), 3:24:35.89
15. Reis Goncalo (KTM), 3:24:59.16
16. Romulo Bottrel (KTM), 3:26:42.48
17. Patric Liska (KTM), 3:26:51.90
20. Gustavo Pellin (KTM), 3:30:49.07
21. Kellen Michaud (KTM), 3:33:16.02
22. Pals Anders Ullevalseter (KTM), 3:37:08.88
23. Gabriel Guardado (KTM), 3:42:22.11
24. Peter Katai (KTM), 3:44:23.94
27. Vincent Steinmann (KTM), 4:01:58.59

Enduro Women
1. Laia Sanz (KTM), 3:28:52.18
2. Tayla Jones (Husqvarna), 3:30:26.50
3. Brandy Richards (KTM), 3:35:21.68
4. Jessica Gardiner (Yamaha), 3:37:37.51
5. Kacy Martinez (KTM), 3:41:49.13
Weitere KTM
6. Shelby Turner (KTM), 3:44:48.40
11. Martina Reimander (KTM), 3:55:06.01
12. Cristina Marrocco (KTM), 3:55:16.06
18. Bruna Antunes (KTM), 4:28:20.70
20. Flavia Rolo (KTM), 5:00:00.35
22. Rebecca Sheets (KTM), 5:55:01.33
23. Gabriela Cipkova (KTM), 6:49:24.54