Test: EXTREM Enduroreifentest 2017/2018
Testfahrer: Eddie Findling, Marko Barthel
Fotos: DG Design / Denis Günther

EXTREM Enduroreifentest 2017/2018

Inhalt
1. Einführung
2. Impressionen vom Test
3. Gibson Reifen
4. X-Grip Reifen
5. Shinko Reifen
6. Maxxis Reifen
7. Mefo Reifen
8. Metzeler Reifen
9. Mitas Reifen
10. Ergebnistabelle

Vielen Dank für die Bereitstellung der Reifen an die Firmen:
Mefo Sport GmbH, Gibson Reifen, X-Grip Reifen, Maxxis Reifen, Wolfram Shop
Vielen Dank an die Firma RMA-Offroadshop für die Bereitstellung der GasGas Motorräder!

1. Einführung

Nachdem unser FIM Enduroreifentest 2015/2016 sehr gut bei allen Lesern ankam, worden die Fragen nach einem Extrem-Enduroreifentest immer häufiger gestellt. Das ist natürlich berechtigt zumal die Extrem-Enduroveranstaltungen sich häufen und immer mehr Fahrer einen geeigneten Reifen suchen. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Marken, die einen expliziten Extreme-Enduroreifen bzw. eine komplette Kombination aus Vorderreifen, Hinterreifen und einen passenden Mousse im Angebot haben. Insgesamt 8 Reifenpaare mit Mousse haben wir genauer unter die Lupe genommen, darunter sind die Marken Gibson, X-Grip, Shinko, Mefo, Maxxis, Metzeler und Mitas. Es besitzen jedoch nicht alle Marken einen eigenen Mousse bzw. einen passenden Extrem-Enduromousse, so dass die Hersteller direkt eine Moussemarke empfehlen und der Verbraucher im Endeffekt das beste aus der Reifenkombination heraus holen kann. Der Mousse sollte den Reifen ausfüllen und dennoch weich genug sein, um den Reifen eine breite Auflagefläche zu bieten. Da jeder Reifen eine unterschiedliche Reifenhöhe und -breite besitzt ist ein passender Mousse notwendig. Ansonsten kann es dazu führen, das der Reifen einen schlechteren Seitenhalt bietet und das Fahren schwammig und instabil wird. In unseren Test haben wir viele Faktoren mit aufgeführt, dazu gehören Profiltiefe, Stollenabstand, Reifendimension, Laufrichtung, FIM zugelassen und auch die Wechseleigenschaften sind unterschiedlich ausgefallen. Als Testgelände stand uns die Strecke vom Melz-Exdrähm vom SHC Meltewitz e.V. zur Verfügung. Da konnten unsere beiden Testfahrer Eddie Findling, als erfahrener Extrem-Endurofahrer und Marko Barthel als Allrounder alle Facetten eines Extremenduroreifens bestens beurteilen. Getestet wurde auf einen festgelegten Streckenabschnitt, damit jeder Reifen unter den selben Bedingungen zum Einsatz kommt. In der Strecke gab es unter anderem steile Auffahrten mit Wurzeln und Steine, steile rutschige Abfahrten, schräge Hangpassagen, Felsüberfahrten, lose Geröllpassagen, diverse Hindernisse aus Holz und Beton sowie einige schnelle Abschnitte mit Hartboden und schnellen Kurvenelementen. Das passende Motorrad wurde uns von RMA Offroadshop zur Verfügung gestellt und zwar die neue GasGas EC 300, welche bestens geeignet war für diesen Test. Nun, bleibt die Frage nach dem ultimativen Extrem-Enduroreifen – gibt es diesen überhaupt? Unser Extrem Enduroreifentest 2017/2018 gibt euch im folgenden Testbericht die Antwort auf diese Frage.

Was macht einen Extremenduroreifen aus?

Er sollte eine passende Kombination aus Reifenkarkasse und Gummimischung haben um eine größere Auflage und damit mehr Traktion aufbauen zu können. Dennoch sollte er genug Reserven bieten, damit er im gesamten Aufbau nicht zu weich ist und so ggf. bis auf die Felge durchschlägt oder der Seitenhalt bei höheren Tempo verloren geht oder sogar seitlich weg knickt. Außerdem sollte der Reifen einen breiten Einsatzbereich bieten und alle möglichen Extrem-Endurobereiche abdecken können. Da der Reifen auch oft schlammigen Bedingungen ausgesetzt ist, sollte er eine gute Selbstreinigung besitzen, um ständig den maximalen Grip zu bieten.

FIM Konform JA / NEIN ?

Alle unsere Testreifen sind nach dem FIM Regelwerk zugelassen bis auf der Reifen von der Marke „Metzeler“. Er besitzt über 14mm Stollenhöhe und entspricht damit nicht dem Regelwerk. Aufgrund dessen das aber die meisten Extrem-Enduroveranstaltungen keine Reifenrichtlinien erfordern, ist es damit so gut wie unrelevant ob der Reifen dem FIM-Regelwerk entspricht. Zu beachten ist aber dennoch, das die Stollenhöhe bei dem Metzeler-Reifen über 14mm liegt und damit teilweise über 1mm Höher als bei den Mitbewerbern und somit separat gesehen werden sollte!

2. Impressionen vom Test

Der SHC Meltewitz hat uns das Gelände zur Verfügung gestellt – besten Dank dafür !

Die beiden Testfahrer nach einen langen Testtag.

Dicke Baumstämme mussten mit jedem Reifensatz bewältigt werden.

Sehr lange und anspruchsvolle Auffahrten gehörten zum Testparcours.

Ein Testabschnitt war eine Felsenauffahrt von der Melz Exdrähm Strecke.

Auch der seitliche Halt über Hindernisse wurde getestet.

Wie hatten nicht nur trockene sondern auch viele Elemente mit Wasser davor.


3. Gibson Reifenkombination mit Speedy Mousse „blue protect“

Gibson & Speedy Mousse

Gibson Tech 9.1, Tech 6.2 Supersoft X50

Gibson Tech 9.1, Tech 6.2 Soft X60

Beschreibung
Gibson hat uns zwei Hinterreifen-Versionen des Tech 6.2 geliefert, einmal in der Soft- und einmal in der Supersoft-Variante. Wir haben den Test beider Varianten hier zusammengefasst, aber in der Tabelle einzeln bewertet.
Der Vorderreifen (VR) sowie der Hinterreifen (HR) sind Laufrichtungsgebunden. Beide Reifen lassen sich etwas schwer wechseln im Gegensatz zu den anderen Propanden. Der VR hat folgende Dimension: 90/100-21. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 34mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13mm. Die Profilanordnung ist klassisch und zeigt eine innere Reihe mit abwechselnden zwei engen und zwei breiten Stollen. Der mittlere Stollen ist gedreht angeordnet und ist relativ groß. Der äußere Stollen ist ohne Versatz gleichmäßig ringsrum positioniert.
Der Hinterreifen ist identisch beim Soft und auch beim Supersoft (nur die Gummimischung ist etwas weicher beim Supersoft), besitzt ein V-Profil und der mittlere Block ist angeordnet zwischen einen schmalen Doppelblock und einen breiten Dreifachblock. Der innere Dreifachblock bildet zusammen mit zwei mittleren Stollen bis hin zum Außenstollen das V-Profil. Der HR hat folgende Dimension: 140/80-18. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 35mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13mm. Der Mousse nennt sich Speedy Mousse und besitzt eine blaue Schutzhülle. Diese Schutzhülle verhindert ein Schrumpfen des Mousses und verlängert somit die Lebensdauer vor der erstmaligen Verwendung. Leider ist das Entfernen der Schutzhülle ziemlich mühselig und bedarf einiges an Geduld. Einmal ausgepackt wird der Mousse anschließend mit Talkum oder mit Silikon eingerieben. Zum Mousse wird ein Talkum mit geliefert. Das Mousse füllt den VR und auch den HR gut aus. Der Umfang beim vorderen Mousse beträgt 225mm und 315mm beim hinteren Mousse.

Fazit

Gibson Tech 9.1 (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Gibson Tech 6.2 Supersoft X50 (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Gibson Tech 6.2 Soft X60 (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Beide Reifen (soft und auch supersoft) lassen sich im Gegensatz zu den anderen Marken schwieriger montieren und bedarf für Nichtgeübte schon einiges an Zeit. Die Reifenkombinationen bietet befriedigende bis sehr gute Werte in den einzelnen Eigenschaften. Beim Vorderreifen muss man ein paar Abstriche auf losen Geröll machen. Der Hinterreifen „soft“ bietet größten Teils gute Werte, aber es fehlen ein paar sehr guten Ergebnisse in einer Einzelkategorie. Auch der Hinterreifen „supersoft“ besitzt gute Werte und ist nur minimal mit einem 1% Punkt besser bei der Gesamtbewertung gegenüber der Soft-Variante.

Fazittabelle (Punkte)
VR
Auffahrten 4 von 5
Abfahrten 4 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 4,5 von 5
loses Geröll 3 von 5
Hindernisse 4 von 5
Hartboden 3,5 von 5

HR „soft“
Auffahrten 4 von 5
Abfahrten 4 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 4 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 3,5 von 5
Hartboden 3,5 von 5

HR „supersoft“
Auffahrten 3,5 von 5
Abfahrten 3,5 von 5
Seitenhalt 4 von 5
Felsen 4 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 4 von 5
Hartboden 4 von 5


4. X-Grip Reifenkombination mit X-Grip Mousse

X-Grip & X-Grip Mousse SS-1 „Supersoft“

X-Grip Super Enduro F, X-Grip Super Enduro R

Beschreibung
Der Vorderreifen (VR) sowie der Hinterreifen (HR) sind Laufrichtungsgebunden. Beide Reifen lassen sich einfach wechseln. Der VR hat folgende Dimension: 80/100-21. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 34mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 12mm. Die Profilanordnung ist klassisch und zeigt eine mittlere Reihe mit abwechselnden zwei engen und zwei breiten Stollen. Der mittlere Stollen ist gedreht angeordnet zeigt eine Dreiecksform und der äußere Stollen ist ohne Versatz gleichmäßig ringsrum positioniert.
Der Hinterreifen besitzt ein V-Profil und der innere Block ist angeordnet zwischen zwei schmalen Doppelblöcken und einen breiten Doppelblock. Die inneren Stollen bilden zusammen mit einem mittleren Block bis hin zum Außenstollen das V-Profil. Der HR hat folgende Dimension: 140/80-18. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 34mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13mm. Der Mousse kommt ebenfalls von X-Grip und füllt den VR gut aus. Der hintere Mousse besitzt in gleichmäßigen Abständen seitliche Bohrungen um weicher zu sein. Leider füllt der Mousse den Reifen nicht aus. Der Umfang beim vorderen Mousse beträgt 220mm und 300mm beim hinteren Mousse. X-Grip liefert den Mousse inkl. Silikon-Gel, Pinsel sowie Handschuhe.

Fazit

X-Grip Super Enduro F (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

X-Grip Super Enduro R (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Beide Reifen lassen sich dank der weichen Karkasse einfach montieren. Die Reifenkombination bietet ausreichende bis sehr gute Werte in den einzelnen Eigenschaften. Der Hinterreifen bietet eine breite Auflagefläche und damit sehr gute Traktion über Hindernisse und Auffahrten. Abstriche dagegen muss man auf felsigen Untergrund und auf Hartboden machen, hier knickt der Reifen teilweise auf Grund weichen Karkasse seitlich weg. (Vielleicht würde der hintere Reifen eine besser Performance abliefern, wenn der Mousse den Reifen ausfüllen würde und damit das seitlich abknicken verringert wird.)

Fazittabelle (Punkte)
VR
Auffahrten 4 von 5
Abfahrten 4,5 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 3,5 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 4 von 5

HR
Auffahrten 4,5 von 5
Abfahrten 4 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 3 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 3 von 5


5. Shinko Reifenkombination mit Mefo-Mousse „Extreme Enduro Mousse“

Shinko & Mefo „Extreme Enduro Mousse 1EX“

Shinko 216 MX, Shinko 216 SX

Beschreibung
Shinko ist bisher unbekannt in der Szene, jedoch ist die Firma der bisherige Produzent der Goldentyre-Reifen gewesen und hat nun das selbe Produkt unter eigenem Namen auf den Markt gebracht.
Der Vorderreifen (VR) sowie der Hinterreifen (HR) sind Laufrichtungsgebunden. Beide Reifen lassen sich einfach wechseln. Der VR hat folgende Dimension: 90/100-21. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 36mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13mm. Die Profilanordnung ist klassisch und zeigt eine innere Reihe mit abwechselnden zwei engen und zwei breiten Stollen. Der mittlere Stollen ist gedreht angeordnet und ist relativ breit und der äußere Stollen ist ohne Versatz gleichmäßig ringsrum positioniert.
Der Hinterreifen besitzt ein V-Profil und ist angeordnet zwischen Einzelblock-Zweierblock-Dreierblock-Zweierblock. Der HR hat folgende Dimension: 140/80-18. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 39,5mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13,8mm. Der Mousse kommt von Mefo und füllt den VR und den HR gut aus. Der Umfang beim vorderen Mousse beträgt 210mm und 310mm beim hinteren Mousse. Mefo liefert den Mousse inkl. Silikon-Gel sowie Latex-Handschuhe.

Fazit

Shinko 216 MX (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Shinko 216 SX (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Beide Reifen lassen sich dank der weichen Karkasse einfach montieren. Die Reifenkombination bietet durchweg gute bis sehr gute Werte in den einzelnen Eigenschaften. Der Hinterreifen bietet eine breite Auflagefläche und damit sehr gute Traktion über Hindernisse. Abstriche dagegen muss man auf Hartboden machen, hier knickt der Reifen teilweise auf Grund sehr weichen Karkasse  seitlich weg.

Fazittabelle (Punkte)
VR
Auffahrten 4 von 5
Abfahrten 4 von 5
Seitenhalt 4 von 5
Felsen 4 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 4 von 5
Hartboden 3,5 von 5

HR
Auffahrten 4 von 5
Abfahrten 3,5 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 4 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 3,5 von 5


6. Maxxis Reifenkombination mit Mefo Mousse

Maxxis & Mefo „Extreme Enduro Mousse 1EX“

Maxxis M7304, Maxxis M7314K Soft

Beschreibung
Beide Reifen sind nicht Richtungsgebunden und können bei Bedarf auch mal gedreht werden. Beide Reifen lassen sich gut wechseln. Der VR hat folgende Dimension: 90/100-21. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 24mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 12mm.
Der VR besitzt eine eigenständige Profilanordnung, welche sonst keiner der Testkandidaten so verwendet. Der Stollenabstand ist ziemlich gering, was einen Nachteil in Sachen Selbstreinigung mit sich bringt. Die innere Stollenreihe besteht aus einer Aufreihung vier aufeinanderfolgender Blockanordnung. Dazu gehört ein schmaler Zweierblock mit oben angefügten Mittelstollen, dann folgt ein breiter Dreierblock, dann ein schmaler Zweierblock mit unten angefügten Mittelstollen und letztendlich noch ein breiter Dreierblock mit schmaleren Einzelstollen.
Der Hinterreifen besitzt ein V-Profil und der innere Block ist angeordnet zwischen einen breiten Doppelblock und einen schmalen Einzelblock. Der inneren Doppelblock bilden zusammen mit einem mittleren Stollen bis hin zum Außenstollen das V-Profil. Der HR hat folgende Dimension: 140/80-18. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 36mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13mm.
Der Mousse kommt von Mefo und füllt den VR und auch den HR gut aus. Der Umfang beim vorderen Mousse beträgt 210mm und 310mm beim hinteren Mousse. Mefo liefert den Mousse inkl. Silikon-Gel sowie Latex-Handschuhe.

Fazit

Maxxis M7304 (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Maxxis M7314K Soft (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Beide Reifen lassen sich soweit gut montieren. Diese Reifenkombination ist durchwachsen und bietet befriedigende bis sehr gute Eigenschaften. Bei Abfahrten ist der VR sehr gut und hält das Motorrad sicher in der Spur, auch bei den Auffahrten erreicht der HR Bestwerte. Ein paar Abstriche muss das Reifenpaar jedoch am Seitenhalt hinnehmen. Dennoch ist Maxxis mit einer der TOP-Allround-Extrem-Enduroreifen.

Fazittabelle (Punkte)
VR
Auffahrten 4,5 von 5
Abfahrten 5 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 4,5 von 5
loses Geröll 3,5 von 5
Hindernisse 4 von 5
Hartboden 4,5 von 5

HR
Auffahrten 5 von 5
Abfahrten 4,5 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 5 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 4,5 von 5


7. Mefo Reifenkombination mit Mefo Mousse

Mefo & Mefo „Mousse Extreme 0EX“

Mefo MFC 15 Enduro Master & Mefo F99 ISDE Master Extreme Pro

Beschreibung
Der Vorderreifen (VR) ist nicht Laufrichtungsgebunden aber der Hinterreifen (HR) besitzt eine Laufrichtung. Beide Reifen lassen sich gut wechseln. Der VR hat folgende Dimension: 90/90-21. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 38mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 12,5mm.
Der VR besitzt eine eigenständige Profilanordnung, welche sonst keiner der Testkandidaten so verwendet. Die Seitenstollen sind im Wechsel nach innen bzw. nach außen gedreht angeordnet. Die mittleren Stollen bieten einen großen Zwischenraum und sind im Wechsel zwischen paarweise eng und paarweise weit angeordnet.
Der Hinterreifen besitzt ebenfalls ein V-Profil und der innere Block ist angeordnet zwischen einen breiten Doppelblock und einen schmalen Einzelblock. Die inneren Einzelstollen bilden zusammen mit einem mittleren Block bis hin zum Außenstollen das V-Profil. Der HR hat folgende Dimension: 140/80-18. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 39mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 12mm. Durch den großen Stollenabstand am VR sowie am HR besitzt diese Reifenkombination eine sehr gute Selbstreinigung.
Der Mousse kommt ebenfalls von Mefo und füllt den VR und auch den HR gut aus. Der Umfang beim vorderen Mousse beträgt 210mm und 295mm beim hinteren Mousse. Mefo liefert den Mousse inkl. Silikon-Gel sowie Latex-Handschuhe.

Fazit

Mefo MFC 15 Enduro Master (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Mefo F99 ISDE Master Extreme Pro (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Beide Reifen lassen sich einfach montieren. Diese Reifenkombination besitzt keine Schwächen, durchweg in allen Kategorien erzielt sie gute bis sehr gute Werte. Der vordere Reifen bekam sogar die meisten Punkte von allen getesteten Vorderreifen. Mefo gehört ganz klar zu den TOP-Allround-Extrem-Enduroreifen und bietet das beste Gesamtpaket von einer Marke.

Fazittabelle (Punkte)
VR
Auffahrten 4,5 von 5
Abfahrten 4,5 von 5
Seitenhalt 4,5 von 5
Felsen 4,5 von 5
loses Geröll 4,5 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 4,5 von 5

HR
Auffahrten 5 von 5
Abfahrten 4,5 von 5
Seitenhalt 5 von 5
Felsen 4 von 5
loses Geröll 4 von 5
Hindernisse 4 von 5
Hartboden 4 von 5


8. Metzeler Reifenkombination mit Mefo Mousse

Metzeler & Mefo „Mousse Extreme 0EX“

Metzeler 6Days Extrem, Metzeler 6Days Extrem Supersoft

Beschreibung
Der Vorderreifen (VR) sowie der Hinterreifen (HR) sind Laufrichtungsgebunden. Beide Reifen lassen sich gut wechseln. Der VR hat folgende Dimension: 90/100-21. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 35mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 11mm. Die Profilanordnung ist klassisch und zeigt eine mittlere Reihe mit abwechselnden zwei engen und zwei breiten Stollen. Der mittlere Stollen ist gedreht angeordnet zeigt eine schmale Dreiecksform und die äußeren Stollen sind im Wechsel aus einen Einzelstollen und einen Doppelstollen angeordnet.
Der Hinterreifen besitzt ebenfalls ein V-Profil und der innere Block ist angeordnet zwischen einen breiten Dreifachblock und einen schmalen Einzelblock. Die inneren Einzelstollen bilden zusammen mit einem mittleren Block bis hin zum Außenstollen das V-Profil. Der HR hat folgende Dimension: 140/80-18. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 38mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 14mm. Der Mousse kommt von Mefo, da Metzeler selbst keinen Extrem-Enduromousse besitzt und füllt den VR und auch den HR gut aus. Der Umfang beim vorderen Mousse beträgt 210mm und 295mm beim hinteren Mousse. Mefo liefert den Mousse inkl. Silikon-Gel sowie Latex-Handschuhe.
Der Metzeler-Reifen hat keine FIM-Zulassung und könnte daher bei bestimmten Veranstaltungen nicht gefahren werden!

Fazit

Metzeler 6Days Extrem (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Metzeler 6Days Extrem Supersoft (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Beide Reifen lassen sich einfach montieren. Die Reifenkombination bietet eine sehr gute Balance zwischen VR und HR. Durchweg bekommt die Reifenkombination gute bis sehr gute Werte in den einzelnen Kategorien. Der Hinterreifen bietet eine sehr gute Traktion über Hindernisse, bei losen Geröll, Felsen sowie Auffahrten. Ein klein wenig büßt er im Seitenhalt ein, aber insgesamt gehört diese Reifenkombination zu den TOP-Allround-Extrem-Enduroreifen.

Fazittabelle (Punkte)
VR
Auffahrten 4,5 von 5
Abfahrten 4,5 von 5
Seitenhalt 4 von 5
Felsen 4,5 von 5
loses Geröll 5 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 4,5 von 5

HR
Auffahrten 5 von 5
Abfahrten 5 von 5
Seitenhalt 3,5 von 5
Felsen 5 von 5
loses Geröll 5 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 4 von 5


9. Mitas Reifenkombination mit Mefo Mousse

Mitas & Mefo „Mousse Extreme 0EX“

Mitas C19 Super Light, Mitas EF07 Super Soft Extreme (douple green)

Beschreibung
Der Vorderreifen (VR) sowie der Hinterreifen (HR) sind Laufrichtungsgebunden. Beide Reifen lassen sich gut wechseln. Der VR hat folgende Dimension: 90/100-21. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 38mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13mm. Die seitlichen Profilstollen sind weit außen angebracht. Sie stehen gegenüber der Reifenlängsachse unter einem Winkel von 15 Grad. Die Stollen der zweiten Reihe weisen eine ausgeprägte Spitze auf, die unter 40 Grad nach außen steht. Diese beiden schräg angesetzten Reihen von Profilstollen bewirken einen Zangeneffekt der maximale Spurtreue und Traktion zur Folge hat.
Der Hinterreifen besitzt ein V-Profil und der innere Block ist angeordnet zwischen einen breiten Doppelblock und einen breiteren Dreifachblock. Der Dreifachblock bilden zusammen mit einem mittleren Stollen bis hin zum Außenstollen das V-Profil. Der HR hat folgende Dimension: 140/80-18. Zwischen den inneren Stollen ist ein Abstand von 39mm und die maximale Stollenhöhe beträgt 13mm. Durch den großen Stollenabstand am VR sowie am HR besitzt diese Reifenkombination eine sehr gute Selbstreinigung.
Der Mousse kommt von Mefo und füllt den VR und auch den HR gut aus. Der Umfang beim vorderen Mousse beträgt 210mm und 295mm beim hinteren Mousse. Mefo liefert den Mousse inkl. Silikon-Gel sowie Latex-Handschuhe.

Fazit

Mitas C19 Super Light (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Mitas EF07 Super Soft Extreme (nach dem Test mit 80 kg Fahrergewicht)

Beide Reifen lassen sich einfach montieren. Auch diese Reifenkombination besitzt keine Schwächen, durchweg in allen Kategorien erzielt sie gute bis sehr gute Werte. Auch Mitas gehört ganz klar zu den TOP-Allround-Extrem-Enduroreifen.

Fazittabelle (Punkte)
VR
Auffahrten 4 von 5
Abfahrten 4,5 von 5
Seitenhalt 4,5 von 5
Felsen 4,5 von 5
loses Geröll 4,5 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 4,5 von 5

HR
Auffahrten 4,5 von 5
Abfahrten 4 von 5
Seitenhalt 4,5 von 5
Felsen 4,5 von 5
loses Geröll 4,5 von 5
Hindernisse 4,5 von 5
Hartboden 4,5 von 5


10. Ergebnistabelle

Die komplette Ergebnistabelle gibt es >>hier << auch als PDF-Datei zum Download!