Josep Garcia übernimmt beim siebten Lauf der World Enduro Super Series mit dem Sieg am ersten Tag des BR2 Enduro Solsona in Spanien eine frühe Führung. Mit einem Meisterkurs im klassischen Enduro-Rennen beendet der Red Bull KTM Factory Racing Fahrer den ersten Tag des Wettkampfes mit einem gesunden Vorsprung von 40 Sekunden gegenüber den Teamkollegen Nathan Watson (GB) und Jonny Walker (GB).

Manuel Lettenbichler (GER) und Taddy Blazusiak (POL) belegten in der für KTM als Top-Five die Plätze vier und fünf.

Nach dem actiongeladenen Supertest am Freitagabend in Solsona startete am Samstag der 350 Personen starke Einstieg in einen langen und physischen Tag des Rennsports.

Eine lange Liaison führte die Teilnehmer von Solsona ins nahe gelegene Bassella, wo sie sich dem Kreuztest, Extremtest und Endurotest im Bassella Experience Center stellten. Dann kehrten sie nach Solsona zurück, um die Runde zu beenden. Eine zweite Runde des Kurses – endend mit einem zusätzlichen Supertest – sorgte am Samstagabend für viele müde und müde Körper.

Garcia geht in die frühe Führung

Garcia, der entschlossen war, seine klassischen Enduro-Fähigkeiten zu maximieren, machte sich am Samstag nach einem gemischten Einsatz im Supertest am Freitag schnell an die Arbeit. Am schnellsten im ersten Enduro-Test und dann wieder im Kreuztest beendete er die erste Runde in Führung. Aufbauend auf seinem Vorsprung in der letzten Runde kehrte er als provisorischer Übernachtungsführer nach Solsona zurück.

Hinter ihm verfolgte Watson. Er drängte hart, konnte aber im Enduro- oder Kreuztest nicht ganz mit dem Tempo des Spaniers mithalten und musste sich damit zufrieden geben, den ersten Tag auf Platz zwei zu beenden.

Walker gewann am Freitag den Supertest und zeigte, dass er in der Disziplin Classic Enduro auf dem Laufenden ist. Mit einigen der schnellsten Zeiten im technischen Extremtest startet er am Sonntag mit einem starken Podiumsplatz und in Reichweite von Watson.

Der Kampf um die Top-Fünf bleibt knapp.

Für Tabellenführer Lettenbichler verlief der Eröffnungstag des Rennens besser als erwartet. Nach einem spannenden Kampf mit Blazusiak und Walker und beeindruckenden Testzeiten wird der Deutsche versuchen, Blazusiak im Kampf um den vierten Platz zurückzuhalten und den Druck auf Walker aufrechtzuerhalten.

Honda’s Kirian Mirabet (ESP), der den ersten Tag nur vier Sekunden hinter Blazusiak beendet, will diese Lücke am Sonntag schließen. Mirabet zeigt im Kreuztest mehr Geschwindigkeit und drängt hart auf den fünften oder besseren Platz.

Yamahas Cristobal Guerrero (ESP) hatte einen schwierigen Start in seinen Tag, als ihn ein Sturz in Runde eins wertvolle Zeit kostete. In der Umgruppierung arbeitete er sich auf Platz sieben zurück, liegt aber weniger als 10 Sekunden hinter Blazusiak und sichert sich morgen einen engen Kampf um ein Top-5-Ergebnis.

Josep Garcia (KTM – ESP): „Ich hatte einen wirklich guten ersten Tag hier in Spanien. Ich habe ein paar Fehler gemacht und bin ein paar Mal abgestürzt, aber zum Glück hat es meinen Rhythmus nicht zu sehr beeinflusst, ich habe nur ein paar Sekunden verloren. Morgen werde ich versuchen, den ganzen Tag auf dem Fahrrad zu bleiben und den anderen voraus zu sein. Nathan ist wirklich schnell und Jonny und Taddy sind beide wirklich gut im Extremtest, aber mein Plan ist es, konzentriert zu bleiben, denn es wird ein weiterer langer Tag.“

Christophe Nambotin (Gas Gas – FRA): „Die Strecke war heute wirklich gut – ich habe nicht die ganze WESS-Meisterschaft absolviert, also war meine Startposition nicht so gut. Ich musste ziemlich weit zurück starten und es war schwierig in den Tests mit dem ganzen Staub für mich. Ich habe im Enduro-Test einen Fehler gemacht und das hat mich viel Zeit gekostet. Insgesamt macht es mir wirklich Spaß und es ist gut, gegen die Jungs vorne anzutreten.“

Cristobal Guerrero (Yamaha – ESP): „Heute lief es für mich gut, ich hatte einen Moment im Kreuztest, wo ich gut angefangen habe, aber dann beim großen Sprung das Hinterrad verloren habe. Ich hatte einen großen Unfall und verlor etwa 25-30 Sekunden. Die letzte Runde verlief besser, meine Testzeiten verbesserten sich und so bin ich damit zufrieden. Es ist ein harter Tag, die Kontrolle ist wirklich lang – etwa eine Stunde und 40 Minuten – und es ist wirklich ermüdend.“

Pol Tarres (Husqvarna – ESP): „Ich bin noch neu bei Classic Enduro, deshalb ist es für mich manchmal schwierig zu lernen, wo und wie man schnell ist. Im Enduro-Test bin ich glücklich – meine Position ist nicht allzu schlecht. Der Extremtest lief wirklich gut und meine Zeiten lagen unter den ersten drei. Ich verliere im Kreuztest, aber ich sammle die ganze Zeit Erfahrung und habe ein gutes Gefühl für morgen.“

Sandra Gomez (Husqvarna – ESP): „Es ist immer gut, mit den Jungs von WESS zu fahren, aber heute war es wirklich sehr hart. Die Strecke war nicht allzu knifflig, aber ich fand es schwer, mich daran zu gewöhnen und zu schieben. Ich verbessere mich von Tag zu Tag, aber es ist immer noch schwierig. Mein Rhythmus bei der Zeitkontrolle war gut, aber es ist manchmal schwierig, das Tempo zu ändern, wenn man zu den Tests kommt. Insgesamt war es ein schöner Tag, sehr lange, aber ich freue mich auf morgen.“

Results – Round 7: BR2 Enduro Solsona, Day 11. Josep Garcia (KTM – ESP) 45:49.650; 2. Nathan Watson (KTM – GB) 46:29.920; 3. Jonny Walker (KTM – GB) 46:45.240; 4. Manuel Lettenbichler (KTM – GER) 47:02.870; 5. Taddy Blazusiak (KTM – POL) 47:45.830; 6. Kirian Mirabet (Honda – ESP) 47:49.840; 7. Cristobal Guerrero (Yamaha – ESP) 47:54.760; 8. Jaume Betriu (KTM – ESP) 48:01.460; 9. Bernat Cortes (KTM – ESP) 48:15.280; 10. Tosha Schareina (Husqvarna – ESP) 48:24.220…

Fotos: Future7Media