Gut 1 1/2 Monate nach dem 2. Lauf in Riesa schauten alle Endurocrossfans gespannt nach Südamerika. Der erste der beiden Tourstopps außerhalb Europas fand in Pinamar / Argentinien statt.

Die Argentinier präsentierten ihr Event der MAXXIS FIM Superenduro World Championship in einem Urlaubsort direkt an der Küste. Durch die sommerlichen Temperaturen hatte man dort die Chance die Strecke erstmals unter freien Himmel aufzubauen. Es war eine schnelle Strecke die auf den ersten Blick auch einfach zu fahren schien. Dennoch verliefen die Rennen in der Junioren und Prestige Class spannend mit einigen Überraschungen.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren hatten alle Topstars die weite Reise angetreten. Auch bei den Junioren gab es ein gut besetztes Feld rund um den souveränen Tabellenführer Manuel Lettenbichler aus Süddeutschland. Ebenfalls mit nach Südamerika gereist ist Tim Apolle, durch kräftige Unterstützung konnte er eine geliehene KTM an den Start schieben und somit wichtige Punkte für die Meisterschaft holen.

Lettenbichler fand auf der schnellen Strecke diesmal aber nicht seinen Rhythmus. Es blieb für ihn nur Rang 3 in Addition aller Läufe. Die Pace machten Luis Oliveira mit einen Rennsieg im ersten Lauf und Benjamin Herrera aus Chile mit den Siegen im zweiten und dritten Head. Für Herrera war es der erste Endurocrosslauf überhaupt in seiner Karriere den er gleich mit den Veranstaltungssieg beendete.

Benjamin Herrera

Benjamin Herrera

Tim Apolle kam auf einen fünften Rang hinter Blake Gutzeit: “Vielleicht war das Ergebnis nicht unbedingt das, was ich erwartet habe, aber ich steigere mich. Die Rennen beendete ich auf Platz 5-4-3. Mit dem dritten Platz im letzten Lauf bin ich echt zufrieden. Hoffen wir mal, dass es nächste Woche in Brasilien mehr von solchen Ergebnissen gibt. Danke an Robero von KTM Uruguay,Frosti und H.Junge für das Motorrad und die ganze Organisation. Aber vor allem Danke an alle meine Sponsoren, Freunde und meine Familie die mir das erstmal ermöglichten.”

Die erste Überraschung in der Prestige Klasse gab es bereits nach dem Training. Taddy Blazusiak wurde nur neunter und beendete damit auch gleich sein Gastspiel in Argentinien. Durch seine Verletzung am Daumen hatte er noch zu viele schmerzen die einen Rennstart unmöglich machten.

Die Pace in der Superpole machte erneut Cody Webb, der Tabellenführer setzte sich gegen Jonny Walker durch und baute damit seinen Vorsprung auf 3 Zähler aus. Dies war es dann allerdings mit seiner Führung. Im ersten Lauf kam der US Amerikaner nicht über Platz 6 hinaus und Walker siegte souverän. Ein ähnliches Bild im zweiten Lauf, erneut siegte Walker und Webb wurde diesmal auf Platz 4 gewertet.

Jonny Walker

Jonny Walker

Im alles entscheidenden dritten Lauf fand Webb dann zu seiner Stärke zurück und siegte. Da Walker aber auf 2 folgte wechselte nun die Führung in der Meisterschaft. Mit seinen ersten Overall Sieg der Meisterschaft geht nun Walker mit 11 Punkten Vorsprung in den nächsten Lauf, der bereits kommende Woche in Brasilien stattfindet.

Mit den Worten von Walker beenden wir diesen Bericht: “Es war eine perfekte Nacht für mich. 2 Laufsiege und ein zweiter Platz für den Veranstaltungssieg sind großartig. Wichtig waren heute die Starts, in den ersten beiden Läufen klappte dies hervorragend und ich konnte mich direkt absetzen.”

Fotos: Future7Media

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